PC-Stress Wenn der Computer mal wieder macht, was er will

Erst ein paar Spam-Mails löschen, dann auf das Ende des Downloads warten und schließlich noch schnell den neuen Virus killen. Es gibt reichlich Anlässe im PC-Alltag, um sich mal so richtig aufzuregen. Nutzer sollten den Computer-Stress jedoch rechtzeitig eindämmen, um nicht die eigene Gesundheit zu riskieren.


Immer mit der Ruhe, wenn der Rechner mal nicht so will wie er soll
DDP

Immer mit der Ruhe, wenn der Rechner mal nicht so will wie er soll

Neunzig Prozent aller Nutzer sind regelmäßig von langsamen oder abstürzenden Systemen genervt, erklärten Experten der amerikanischen Firma Symantec der BBC. Dass mit der Reparatur des Systems weitere Zeit verloren werde, mache das Problem nur noch schlimmer. Zu viele Informationen auf einmal sind der häufigste Grund für den Ärger mit dem Rechner. Dabei seien sich ein Viertel der Nutzer darüber im Klaren, dass ein Computer den ganzen Frust gar nicht wert sei. Experten raten deshalb, den Stress bewusst zu stoppen, bevor Produktivität oder die Kollegen darunter leiden.

Offensichtlich reagieren Männer und Frauen auf unterschiedliche Phänomene. Während Männer vor allem Computerviren, Spam oder sonstigen Informationsüberfluss als störend empfinden, leiden Frauen eher unter Rechner-Abstürzen oder schwerfälligen Anwendungen. "Wir sollten uns jedoch nicht davon abschrecken lassen, unseren Computer zu nutzen. Schließlich gibt es viele Wege, die vorhandenen Probleme zu lösen", meint Kevin Chapman von Symantec.

Ein Drittel schreit, flucht und drückt irgendwelche Knöpfe

Die Menschen vor den Rechnern sollten sich regelmäßige Pausen zur Beruhigung gönnen, bevor der Stress außer Kontrolle gerate, rät Mike Fisher von der British Association of Anger Management. "Stress, der durch den Computer hervorgerufen ist, kann sehr schnell in Ärger umschlagen, was nicht nur unerfreulich ist, sondern sich auch auf die Umwelt niederschlägt", sagt er. Mehr als ein Drittel aller Männer und Frauen neigen demnach zu extremem Verhalten, sie schreien, fluchen oder drücken zufällig irgendwelche Knöpfe und Tasten.

Doch es gibt Möglichkeiten, sich zu wehren, wie Kevin Chapman erklärt: "Zum Beispiel sollte keine großen Datenmenge aus dem Netz herunter geladen werden. Um Spam zu vermeiden, darf man außerdem nicht auf vielen Mailinglisten stehen. Sollte man dennoch Spam bekommen: Auf keinen Fall antworten, weil dies nur die eigene E-Mail Adresse bestätigt."

Je länger man an einem Computer arbeite und von der Technologie abhänge, desto stärker sei auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich kleinere Probleme zu größeren entwickeln. Bleibt im Zweifelsfall nur eines zu tun: Den Computer auch mal ausschalten.



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