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14. März 2019, 16:11 Uhr

Dubiose Onlineshops

Verbraucherschützer warnen vor Abzocke mit Penisverlängerungspillen

Fragwürdige Onlinehändler verkaufen vermeintliche Wunderpillen. Doch schon Preisanfragen können in eine teure Abofalle führen.

"HorsePower Plus", "FatKiller" oder "DragonSlim Xtreme": Wunderpillen, die im Internet beworben werden, versprechen eine Penisvergrößerung oder den schnellen Gewichtsverlust - doch sie können Interessierte teuer zu stehen kommen.

Beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) häufen sich aktuell Beschwerden über ein Unternehmen, das mehrere Onlineshops betreibt. Wer auf den Plattformen Produkte bestellt oder sich für ein kostenloses Testpaket der Penisverlängerungs- oder Abnehmpillen registriert, tappe in eine teure Abofalle, warnt das EVZ.

Betroffene haben dem Verbraucherzentrum zufolge erlebt, wie einmalige Verkaufsabschlüsse oder auch nur Preisanfragen in einem teuren Abonnement enden. Hinweise zu den Vertragsbedingungen seien ihnen erst nach dem Abschluss der Bestellung angezeigt worden.

Unerwünschte Pillen-Pakete

Auf Portalen wie Verbraucherschutz.de berichten Internetnutzer bereits seit längerer Zeit davon, dass sie ungewollt Pakete mit Pillen erhalten hätten - und aufgefordert wurden, Rechnungen in Höhe von 40 bis zu 300 Euro zu begleichen.

Die Verbraucherschützer empfehlen Betroffenen, unerwünschte Lieferungen nicht zu bezahlen und schriftlich Einspruch zu erheben, etwa per E-Mail mit Lesebestätigung.

Wenn Inkassounternehmen auf die Zahlung der Rechnungen drängen, rät das EVZ zum Widerspruch an Händler und Inkassodienstleister.

sop/dpa

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