Foto-Plattform Pinterest bringt Werbeanzeigen nach Deutschland

Noch mehr Marken und Produkte, wo sich ohnehin schon viel um Produkte dreht: Auf Pinterest können Unternehmen jetzt auch in Deutschland werben. Google führt ebenfalls ein neues Anzeigenformat ein.

Pinterest-Logo
DPA

Pinterest-Logo


Die Fotoplattform Pinterest hat nun auch in Deutschland offiziell Werbeanzeigen eingeführt. Die Anzeigenformate seien für Werbetreibende über eine Selbstbedienungsplattform verfügbar, sagte Pinterest-Manager Jon Kaplan am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa - gemeint sein dürfte Pinterests Ads Manager. Mit großen Marken arbeite man auch direkt, heißt es.

Bei Pinterest können Nutzer Bilder als sogenannte Pins gemäß ihren Interessen in Sammlungen speichern und diese mit anderen teilen. Pinterest versteht sich auch als visuelle Suchmaschine, mit der man Ideen zum Beispiel für Wohnungseinrichtung, Mode oder Urlaub finden kann. Über die "Lens"-Funktion können zu Objekten vor der Smartphone-Kamera ähnliche Bilder aus der Plattform herausgesucht werden.

Das gängige Werbeformat auf Pinterest sind bezahlte Pins ("Promoted Pins"), die Pinterest-Nutzern angezeigt werden. Das können sowohl Fotos als auch Bildergalerien und Videos sein. Über Links an den Pins können Marken die Nutzer auf ihre Websites leiten. Unternehmen können angeben, welche Zielgruppen sie erreichen wollen. Nutzer wiederum können bezahlte Pins, die sie nicht sehen wollen, ausblenden.

Pinterest will an die Börse

Seine Angebote für Werbetreibende hatte Pinterest zunächst in den USA eingeführt und in Europa als erstes in Frankreich verfügbar gemacht. Jetzt folgen neben Deutschland auch Österreich, Spanien und Italien.

Pinterest hat nach jüngsten Angaben rund 250 Millionen aktive Nutzer und ist derzeit auf den Weg an die Börse - in den USA wurde ein vertraulicher Antrag für eine Aktienplatzierung eingereicht. Am Markt wird mit einer Gesamtbewertung von zwölf Milliarden Dollar gerechnet.

In den USA baute Pinterest diese Woche das Geschäft mit Shopping-Anzeigen aus, mit neuen Angeboten namens "Catalogs" und "Shopping Ads", die in Deutschland vorerst noch nicht verfügbar sind. Marken können über ein neues System ganze Produktkataloge in Kauf-Pins umwandeln, über die man Waren erwerben kann. Damit einher gehen personalisierte Kaufempfehlungen.

Auch Google experimentiert in dem Bereich

Zu Pinterests Konkurrenten im Bereich Werbung rund ums Online-Shopping zählt Google. Der Konzern stellte am Dienstag neue Shopping-Anzeigen für seine Bildersuche vor. Als Beispiel präsentierte Google ein Werbebild, das ein Büro zeigt und das auftaucht, wenn jemand nach Fotos zum Thema "Home Offices" sucht.

Innerhalb eines daraufhin gezeigten Büro-Fotos sind zwei Produkte hervorgehoben, eine Lampe und ein Bürostuhl. Zu ihnen werden direkt im Bild ein Preis und ein Hinweis zu den Versandkosten angezeigt. Wer will, kann direkt aus dem Bild heraus zu einer Kaufmöglichkeit für die gezeigten Objekte gelangen.

Google zufolge wird das neue Format zunächst nur mit einem kleinen Teil der Nutzerschaft sowie nur mit ausgewählten Händlern getestet.

mbö/dpa



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
geotie1 06.03.2019
1.
Und nooooch mehr Werbung! Dabei kaufe ich doch nur selten über das Internet! Schon schlimm genug, wenn ich mir ein Produkt im Internet anschaue und danach mindestens 3 Monate mit genau diese Produkten bombardiert werde. Ob du willst oder nicht! Das schöne für diese Nerv tötende Werbung ist doch der Preis, da solch eine Anzeige so gut wie nichts kostet und man solche Angebote schnell austauschen kann. Während bei einer Reklame auf der Litfaßsäule oder Plakatwand mehr Aufwand zu betreiben ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.