Foto-Plattform Pinterest führt "Kaufen"-Button ein

Viele schöne Dinge gibt es bei Pinterest auf Fotos zu bestaunen. Zukünftig sollen die Nutzer nicht mehr nur gucken und Bilder sammeln, sondern die abgebildeten Gegenstände gleich auch per Klick kaufen können.

Reißzwecke mit Pinterest-Logo: Die Objekte der Begierde können nun nicht mehr nur gepinnt, sondern gleich in der App gekauft werden
AP/dpa

Reißzwecke mit Pinterest-Logo: Die Objekte der Begierde können nun nicht mehr nur gepinnt, sondern gleich in der App gekauft werden


Der Fotodienst Pinterest wird nun auch zu einer Einkaufsplattform. Mithilfe eines "Kaufen"-Buttons sollen Unternehmen die Möglichkeit bekommen, ihre Artikel direkt in der Pinterest-App zu verkaufen.

Bei Pinterest können Nutzer Bilder sammeln und nach Themen geordnet speichern, die Firma sieht sich selbst als "visuelle Suchmaschine". Besonders beliebte Themen sind Mode, Reisen oder Ideen zur Inneneinrichtung - oft sind also Dinge auf den Bildern zu sehen, die sich hervorragend verkaufen ließen und wohl auch reißenden Absatz fänden. Nun lassen sich die Objekte der Begierde nicht mehr nur als Bilder an der eigenen virtuellen Pinnwand sammeln, sondern auch gleich käuflich erwerben.

Bei der Kauffunktion sollen Nutzer unter anderem über den Dienst Apple Pay bezahlen können, wie Pinterest ankündigte. Der Service soll zunächst in den USA verfügbar sein - und vorerst nur auf Apples iPhones und iPads. Eine enge Zusammenarbeit mit Apple besteht ohnehin schon: Seit einigen Wochen bereits kann man bei Pinterest auch iOS-Apps laden. Für die neue Kauffunktion sollen in Kürze auch Versionen für Geräte mit dem Google-System Android und PC folgen.

Unter den ersten Partnern sind die großen Kaufhaus-Ketten Macy's, Nordstrom und Neiman Marcus. Zum Start dürften rund zwei Millionen Artikel verfügbar sein, sagte Pinterest-Chef Ben Silbermann der "Financial Times".

juh/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Mikel 03.06.2015
1. Bevor Pinterest
seine Plattform mit weiteren Funktionen anreichert, sollte es sich erstmal darum kümmern, dass sie einigermaßen bugfrei, performant und absturzsicher läuft. Derzeit ist das jedenfalls nicht der Fall.
chico11mbit 03.06.2015
2. Unseriöser Anbieter
12.03.2012: "Auf Anfrage teilt Pinterest mit, man überarbeite die Nutzerbedingungen derzeit: "Es war nie unsere Absicht, Geld mit dem Verkauf von Nutzerinhalten zu verdienen." Warum man sich dann dieses Recht dennoch in den vor einem Jahr formulierten Nutzungsbedingungen einräumt, beantwortet Pinterest nicht. Das Unternehmen verspricht Besserung: "Wir überarbeiten gerade entsprechend unserer Absichten die Sprache der Bedingungen." Man vergleiche die Pinterest-Nutzungsbedingungen derzeit mit den "Standards auf anderen Seiten mit nutzergenerierten Inhalten", um sie auf ein vorbildliches Niveau zu bringen." Die haben gelogen. Fertig. Und nun werden die angesammelten digitalen Assets richtig zu Geld gemacht. Das wird bei Facebook in Zukunft auch passieren.
alangasi 03.06.2015
3. Guter Schritt
denke das weiter folgen werden. Und die die sich hier wie immer echauffieren das etwas das Sie kostenlos benutzten nicht perfekt funktioniert: Macht es besser oder sucht euch doch ne andere Lösung.
Labs-Kautz 03.06.2015
4. Alles nichts ungewöhnliches
Wer glaubt heute noch daran dass irgendwer irgendwas zu verschenken hat? Es scheint so zu sein dass es Investoren gibt die ordentlich Geld in Pinterest stecken. Den Machern ist es erst mal egal ob die Scripte nun Fehler haben oder nicht. Priorität wird auf die Rechte von Pinterest gelegt, nicht auf die der User. Geld regiert die Welt, das war schon immer so. Nun kann man böserweise das Stichwort "Secret" in den Raum werfen und schauen was passiert ;-)
gigi76 03.06.2015
5. Blase 2.0
Ein fast schon epischer und zugleich verzweifelter Versuch, eine Monetarisierunsmöglichkeit zu finden. Pinterest wird scheitern und vermutlich die Blase 2.0 zum Platzen bringen.
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