Angebliche Masturbationsvideos Polizei warnt vor neuer Porno-Betrugsmasche

Ein Krimineller behauptet in E-Mails und Briefen, Personen aus Bochum beim Pornoschauen gefilmt zu haben. Die Polizei rät Empfängern des Schreibens dringend davon ab, auf seine Forderung einzugehen.
Polizeifoto des Schreibens

Polizeifoto des Schreibens

Foto: Polizei Bochum

Mit angeblichen Aufnahmen von Selbstbefriedigung versucht ein Unbekannter derzeit in Bochum Menschen dazu zu bringen, ihm 500 Euro in Bitcoin zu überweisen. In E-Mails und Briefen behauptet er, private Computer gehackt und sich Zugriff auf die eingebauten Kameras und Mikrofone verschafft zu haben. So sei er angeblich in den Besitz anstößiger Videobilder gelangt, die die Angeschriebenen beim Schauen von Pornos und beim Masturbieren zeigen sollen.

"Auf Knopfdruck kann ich dieses Video an alle Kontakte Ihrer E-Mail und Social Media weiterleiten", droht der Kriminelle in seinem Schreiben, das die Polizei am Montag veröffentlicht hat . Nur wer ihm das Geld überweise, könne verhindern, dass das Video verbreitet werde.

Gleich mehrere Männer hätten sich nach Erhalt des Schreibens in der vergangenen Woche an die Polizei gewandt. Die "sicherlich nicht geringe Anzahl" Adressaten sei willkürlich ausgewählt worden, betont die Polizei dazu.

"Empfehlen dringend, nicht auf die Forderungen einzugehen"

Ein Polizeisprecher sagt: "Wir warnen vor dieser Masche und empfehlen dringend, nicht auf die Forderungen einzugehen." Ob es die Hackerangriffe und das angebliche kompromittierende Material tatsächlich gebe, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Allzu wahrscheinlich scheint es aber nicht, dass der Kriminelle die Videos wirklich besitzt: "Ein Betroffener, der per Brief angeschrieben wurde, ist übrigens schon seit längerer Zeit verstorben", heißt es von der Polizei.

mbö/dpa
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