Privatsphäre Die Gefahren des sozialen Netzes

5. Teil: Gegenmaßnahmen - die Empfehlungen der Enisa-Studie


Das Enisa-Papier bietet gleich 19 Vorschläge, wie man auf Staats-, Unternehmens- und User-Ebene dem potentiellen Datendebakel entgegentreten kann. Die aussichtsreichste Gegenmaßnahme: Kampagnen, um Surfer auf die Gefahren der sozialen Netze aufmerksam zu machen. Dazu gehört es ihrer Ansicht nach auch dazu, solche Angebote in Schulen nicht zu verbieten, sondern zusammen mit einer Lehrperson die (vielen) Vorteile und Gefahren zu beleuchten. Des weiteren sollen Gesetze und Richtlinien neu bewertet und notfalls neu interpretiert werden, Dienstanbieter dazu verpflichtet werden, ihre User klar über den Umgang mit ihren Daten zu informieren.

Den Anbietern von sozialen Netzwerken legen die Sicherheitsexperten nahe, den Usern mehr Möglichkeiten zur Image-Pflege zu geben, etwa durch ein Reputations-System wie bei Ebay: Wer sich gut verhält, bekommt positive Kommentare anderer User, wer stört, beschädigt seine Reputation durch negative Kommentare.

Damit diese und andere Forderungen aber auch effektiv sind, müssten sich User zunächst authentifizieren, zum Beispiel über ein Post-Ident-Verfahren. Das wirke zunächst vielleicht abschreckend, könne aber auch das Vertrauen in andere User und damit auch in die Anbieter des sozialen Netzwerkes stärken.

Die Ansage an die User ist klar: Veröffentliche nur so viel, wie du einem beliebigen Menschen auf der Straße von Dir erzählen würdest.

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