Promi-Hacker Duisburger Musikdieb spioniert trotz Anklage weiter

Einer der beiden Promi-Hacker aus dem Ruhrgebiet treibt im Netz offenbar weiter sein Unwesen. Der junge Duisburger soll trotz bereits bestehender Anklagen die Computer von Plattenfirmen angegriffen haben. Ein weiteres Ermittlungsverfahren ist angelaufen. 

Popstar Lady Gaga: Wollte der Ruhrpott-Hacker auch bei ihr wieder herumstöbern?
dpa

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Duisburg - Justin Timberlake, Lady Gaga, Kesha - vielleicht standen diese Popstars erneut auf der Liste des rückfälligen Promi-Hackers. Der 18-jährige Duisburger soll in der vergangenen Woche wieder Phishing-Mails an Plattenfirmen verschickt haben, um Accounts zu hacken. Das werfe die Staatsanwaltschaft dem Teenager vor, sagte sein Anwalt der "Bild". Demnach beschlagnahmten Ermittler den Laptop des Computerexperten.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte erst vor wenigen Tagen Anklage gegen ihn und einen weiteren jungen Mann aus dem Ruhrgebiet erhoben. Die beiden Verdächtigen sollen die Computer der Popstars Lady Gaga, Kesha, Justin Timberlake und Kelly Clarkson geknackt haben, um unveröffentlichte Musiktitel zu stehlen. In der Anklageschrift sind 269 Verstöße gegen das Urheberrecht aufgelistet.

Die nach Ermittlerangaben weitgehend geständigen Männer aus Duisburg und Wesel sollen unveröffentlichte Songs und weitere Dateien im Internet zum Verkauf angeboten haben. Auch intime Fotos der Sängerin Kesha hätten sie gestohlen.

nib/dpa

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publicminx 05.03.2011
1. Repeater
Zitat von sysopEiner der beiden Promi-Hacker aus dem Ruhrgebiet treibt im Netz offenbar weiter sein Unwesen.*Der junge Duisburger soll trotz bereits bestehender Anklagen die Computer von Plattenfirmen angegriffen haben. Ein weiteres Ermittlungsverfahren ist angelaufen.* http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,749252,00.html
Ich wuerde sagen: ein Wiederholungstaeter
Altesocke 05.03.2011
2. Das nen ich Gutti!!
---Zitat--- In der Anklageschrift sind 269 Verstöße gegen das Urheberrecht aufgelistet. ---Zitatende--- Na, da bin ich ja mal gespannt, was gerichtilch daraus wird. Nen echten Unterschied sehe ich nur, bei der 'Beschaffung'. Gutenplag-Stand vom 01.03.2011: Auf 324 der 393 Seiten der Dissertation wurden bisher plagiierte Stellen gefunden. Dies entspricht 82.44%. Es sind nun 891 Plagiatfragmente aus über 120 verschiedenen Quellen mit zusammen 8.061 von insgesamt 16.325 Zeilen der Arbeit dokumentiert.
unterländer 05.03.2011
3. Er nu wieder ....
Zitat von sysopEiner der beiden Promi-Hacker aus dem Ruhrgebiet treibt im Netz offenbar weiter sein Unwesen.*Der junge Duisburger soll trotz bereits bestehender Anklagen die Computer von Plattenfirmen angegriffen haben. Ein weiteres Ermittlungsverfahren ist angelaufen.* http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,749252,00.html
Vermutlich ist der junge Mann eines der bedauernswerten Opfer von Selbstüberschätzung. Wenn junge Straftäter das erste Mal erwischt werden, besonders bei Delikten, die sie selbst als nicht so gravierend einschätzen (dazu zählt anscheinend alles unterhalb von Mord), dann gehen sie sehr häufig davon aus, einfach unvorsichtig gewesen zu sein. Auf keinen Fall glauben sie, dass ihnen die Ermittlungsbehörden eventuell überlegen sein könnten. Deshalb drängt es sie (schon etwas weniger häufig) geradezu, diese These zu überprüfen, indem sie erneut eine ähnliche Straftat begehen, diesmal mit erhöhter "Umsicht". Natürlich werden sie erneut erwischt und das Spiel beginnt von vorn. So lange bis sie eingesperrt werden. Und danach? Da ist noch ne Rechnung offen. Da capo.
madre 05.03.2011
4. ...
Woher kennen Sie denn seine Abstammung? Ich habe davon nichts lesen können.
bmwfahrer 05.03.2011
5. Wieso Spionieren?
Harte Worte: " Musikdieb spioniert...". Spionieren - das tun ganz andere Leute. Ein Computer mit all seinen Möglichkeiten verleitet nun mal zum Rumspielen. Das wird man einem jugendlichen Rumexperimentierer nicht abgewöhnen können. Einzige Möglichkeit: Accounts etc. müssen halt sicherer gemacht werden, damit sich da niemand unbefugt einloggen kann. Warum machen Unternehmen, die gehackt werden, da nicht ihre Hausaufgaben? Wozu sind IT-Spezialisten denn da? Wenn man da schludrig und ignorant ist, kann man die Verantwortung nicht auf rumdaddelnde PC-Freaks abschieben. Natürlich ist es ehtisch nicht ganz optimal, kopierte Musik verkaufen zu wollen. Aber ansonsten? Das Internet ist voll mit Millionen von Musikstücken, warum werden die von Musikmachern und Plattenfirmen überhaupt im Netz veröffentlicht, wenn man Verbreitung durch Kopieren nicht wünscht? (Achtung jetzt kommt Satire:) Oder diese Veröffentlichungen werden pauschal aus dem Steuersäckl bezahlt und die Endverbraucher können dann nach Gusto kopieren und verteilen - so wie jetzt Bayern im Fall der GEMA-Gebühren für die Kindergarten-Lieder verfahren will. Ja! Der Steuerzahler zahlt vorab für die Musikindustrie und die Verwertungsgesellschaft, dann darf nach Herzenslust kopiert und downgeloaded werden. Diese schlauen bayrischen Hunde wissen, wie man die Kohle optimal verteilt!
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