Seltener Prototyp Commodore 65 für 7625 Dollar verkauft

Der Commodore 65 hätte eigentlich die Firma retten sollen - doch das Nachfolgemodell des legendären C64 kam nie auf den Markt. Wenig später ging das Unternehmen pleite. Im Internet wurde jetzt ein C65-Prototyp versteigert.

 Commodore 65: Sammlern sind die verbliebenen Exemplaren hohe Summen wert


Commodore 65: Sammlern sind die verbliebenen Exemplaren hohe Summen wert


Sammeln kann sich lohnen. Alte Weine können im Preis steigen, altes Spielzeug sowieso, und alte Gitarren erzielen sechsstellige Beträge, wenn sie mal einem berühmten Musiker gehört haben. Für alte Computer gilt das in der Regel nicht. Wer würde schon Geld für einen Uralt-PC mit 386SX-Prozessor ausgeben wollen? Manche Rechner allerdings, sind von dieser Regel ausgenommen - so wie der Commodore C65. Ein Exemplar dieses Digital-Oldies ist jetzt bei Ebay für 7625 Dollar (5720 Euro) verkauft worden.

Und das aus gutem Grund, denn den C65 gibt es eigentlich nicht, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Commodore hatte Ende der achtziger Jahre mit der Entwicklung eines Geräts begonnen, das den anhaltenden Erfolg des Computer-Klassikers C64 weiterführen sollte. Er sollte leistungsfähiger sein als der C64, aber deutlich billiger als der Amiga 500, den Commodore als dessen Nachfolger eingeführt hatte. Das Ergebnis war der C65.

Eigentlich hatte der kompakte Heimcomputer, der unter anderem mit einem integrierten 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk bestückt war, 1991 auf den Markt kommen sollen. Seinen Preis hatte der Hersteller mit rund 600 DM kalkuliert. So hätte er prima in die Lücke zwischen dem damals schon veralteten C64 (300 DM) und den Amiga 500 (1000 DM) gepasst.

Bei der Entwicklung gab es dann aber erhebliche Probleme, die gesteckten Ziele zu erreichen. Vor allem die Kompatibilität zum C64 war schwer zu ermöglichen. Das "Heimcomputer"-Blog erklärt, dass es erhebliche Probleme mit dem eingebauten Commodore Basic gab, das eine der Grundlagen der Commodore-Rechner war. Ein weiteres Problem war das Diskettenlaufwerk, in das sich die großen 5,25-Zoll-Disketten des C64 nicht einlegen ließen.

Vom C65 blieben nur Prototypen

Schließlich wurde die Entwicklung gestoppt und alle bis dahin gebauten Prototypen eingelagert. Als das Unternehmen 1994 Insolvenz anmelden musste, wurden die Prototypen einzeln verkauft. Darüber, um wie viele Geräte es sich dabei handelte, gehen die Angaben weit auseinander. Die Zahlen variieren zwischen 50 und 1000 Stück. Als realistische Menge werden meist zwischen 250 und 500 Exemplare angesehen.

Für diejenigen, die sich damals für ein paar Hundert D-Mark ein solches Gerät gekauft haben, war die Durststrecke sicher lang. Die Computer waren nicht ausgereift, die Software unvollständig, sie taugen weder richtig für produktive Arbeit, noch zum Spielen. Doch jetzt zahlt es sich aus, wenn man noch so einen Kasten auf dem Dachboden stehen hat.

Sammler sind bereit, stattliche Summen zu zahlen, wenn einer der wenigen C65 bei Ebay angeboten wird, das beweist die aktuelle Auktion. Doch ihren Zenit scheint die Begeisterung der wohlhabenden Sammler schon überschritten zu haben. 2009 ist ein solcher Rechner bereits für mehr als 6000 Euro gehandelt worden, wie die Wikipedia weiß. Ihren Höhepunkt hatte die Preisentwicklung des C65 aber erst zwei Jahre später, als ein offenbar nicht mal lauffähiger Prototyp bei Ebay stattliche 20.100 Dollar (15.070 Euro) erzielte.

mak

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insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
jc1950 14.02.2013
1. Sachen gibt's...
Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, doch ich muss sagen, dass ich noch nie dermaßen viele Rechtschreib- und Ausdrucksfehler gesehen habe wie in diesem Spiegel-Artikel... Als Spiegel-Autor sollte man schon etwas bewanderter sein in Sachen deutsche Grammatik.
Vorzeichen 14.02.2013
2.
Zitat von sysopDer Commodore 65 hätte eigentlich die Firma retten sollen - doch das Nachfolgemodell des legendären C64 kam nie auf den Markt. Wenig später ging das Unternehmen pleite. Im Internet wurde jetzt ein C65-Prototyp versteigert. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/prototyp-commodore-65-fuer-7625-dollar-verkauft-a-883330.html
Meine Güte! Wer hat denn diesen Text zusammengefrickelt? Gitarren hören Musik: Das hier geht noch als Gehirnschwurbel durch: Aber das folgende Komma ist Absicht - und schlicht Unsinn: Dieser Satz kein Verb: Und so weiter: Und so fort: Grauenvoll:
verhetzungsschutz 14.02.2013
3. Guru Mediatation
Zitat von sysopDer Commodore 65 hätte eigentlich die Firma retten sollen - doch das Nachfolgemodell des legendären C64 kam nie auf den Markt. Wenig später ging das Unternehmen pleite. Im Internet wurde jetzt ein C65-Prototyp versteigert. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/prototyp-commodore-65-fuer-7625-dollar-verkauft-a-883330.html
Soll nicht auch diese Tage ein neuer Spiegel-Titel auf den deutschen Markt der Printmagazine kommen? Lassen Sie mich dann durch, ich bin Sammler...
Das Grauen 14.02.2013
4. Redaktion, bitte mal Korrektur lesen!
"Wer für schon Geld für einen Uralt-PC mit 386SX-Prozessor ausgeben wollen? manche Rechner allerdings, sind von dieser Regel ausgenommen" Was soll das heißen? Wer hat das zusammengestoppelt? Und wieso wird so ein Wortsalat veröffentlicht? Peinlich, so was.
teleprompter 14.02.2013
5. C128
Die angegebenen Zeiten (geplante Markteinführung 1991) können eigentlich nicht stimmen. Der Autor übersieht dabei vor allem den C 128, der als "hauptamtlicher" Nachfolger des C64 schon 1985 auf den Markt kam. Der hatte einen "kompatiblen" Modus, in dem er sich wie ein C64 verhielt, und einen neuen, in dem dann u.a. 80 Zeichen / Zeile dargestellt und damit zumindest ansatzweise professionell gearbeitet werden konnten. Ein Riesenerfolg war das aber auch wohl nicht. Wo dann 1991 noch Platz für einen reinen C64-Nachfolger sein sollte, erschließt sich mir nicht.
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