Bastelrechner Auf dem neuen Raspberry Pi läuft Windows 10

Der Hersteller des Bastelrechners Raspberry Pi hat einen massiv aufgewerteten Nachfolger vorgestellt. Der ist schneller, leistungsstärker und kompatibel mit Windows 10.

Raspberry Pi 2: Um ein Vielfaches schneller als sein Vorgänger - zum selben Preis
Raspberry Pi Foundation

Raspberry Pi 2: Um ein Vielfaches schneller als sein Vorgänger - zum selben Preis


Der Raspberry Pi ist noch immer auf Erfolgskurs. Jetzt hat der Hersteller überraschend einen Nachfolger vorgestellt. Der Raspberry Pi 2 Model B ist ein Rechenkraftwerk, um ein Vielfaches schneller als sein Vorgänger - und auf ihm läuft Windows 10. "Ich glaube, jetzt ist das ein brauchbarer PC", sagte Raspberry-Chef Eben Upton bei einem Firmenbesuch von "The Register".

Der Raspberry ist ein Mini-PC in der Größe einer Zigarettenschachtel und ziemlich günstig. Bastler und Unternehmen nutzen den Raspberry bislang für zahllose Projekte und Produkte, als Miniatur-Medienserver, zur Lampen- und Aquariensteuerung oder als Riesenplotter.

Der Raspberry Pi 2 ist mit einem neuen ARMv7-Vierkernprozessor mit 900 Megahertz nun deutlich schneller. Auch der Arbeitsspeicher hat zugelegt, statt 512 Megabyte gibt es ein Gigabyte. Auf dem Mini-Rechner laufen alle ARM-GNU/Linux-Distributionen und Windows 10. Der Neue ist komplett kompatibel zum Raspberry Pi 1, der Preis bleibt mit knapp 30 Euro gleich.

Sollte die neue Version tatsächlich so schnell sein, wie die Hersteller versprechen, würde das eine ganz neue Kategorie von Raspberry-Projekten ermöglichen: Nicht nur als Steuer- und Kontrolleinrichtung, sondern auch zur aufwendigeren Bild- und Mustererkennung, als Kleinhirn im Internet der Dinge.

Dass der Raspberry Pi 2 Model B jetzt kommt, ist vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass immer mehr Unternehmen auf den Zug der Minirechner aufspringen. Erst kürzlich hat Intel zum Beispiel einen leistungsstarken PC im USB-Stick-Format vorgestellt, und in den Internet-Ramschläden gibt es noch wesentlich günstigere Varianten.

Die bislang vertriebenen Raspberry-Pi-1-Modelle soll es auch weiterhin geben. Die Stiftung spricht von einer großen Anzahl Kunden aus der Industrie, die weiterhin auf die erste Generation setzen wollen. Günstigstes Einsteigersystem bleibt das Modell A+ für rund 20 Euro.

kno/dpa



insgesamt 38 Beiträge
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Becks0815 02.02.2015
1. Datenleck gelöst?
Ich habe einen PI und war solnage davon begeistert bis er anfing, seine Erinnerungen zu verlieren. System auf USB Stick gelagert, ein gutes Netzteil drangehängt und trotzdem war nach unter einer Woche Nutzungsdauer das Filesystem korrupt. Nach dem dritten Stick hatte ich dann genug.
al3x4nd3r 02.02.2015
2.
Der sollte doch erst nächstes Jahr kommen, oder?
AundZwanzig 02.02.2015
3. Das sieht ja sehr interessant aus...
..., und zwar nicht wegen Windows, sondern wegen der Speichergrösse und Schnelligkeit. Ich betreibe bei mir ein kleines Netz mit headless (ohne Tastatur und Monitor, Zugriff ausschliesslich über ssh) Raspberry Pi's vom Typ B+, auf denen meine Programme laufen. Manchmal merkt man doch deutlich die Nachteile bezüglich der Geschwindigkeit und Speichergrösse (sowie grössere Matrizen vorkommen oder grössere String-Listen muss man tricksen). Wenn ich jetzt 3 bis 4 von den neueren hinzufüge, dann benötige ich kaum noch frontend-Leistung, kann also mit einem einfachen Notebook and dieses leistungsfähige Hintergrundnetz heran.
forschung 02.02.2015
4.
@Becks0815: Ich habe 3 davon hier am Laufen und keiner hat jemals ein Datenleck gehabt. Wenn das der Ihre hatte, dann hatte er entweder Leseprobleme mit der SD-Karte oder gehörte zu den extrem seltenen defekten Exemplaren. Dank Gewährleistung wäre er problemlos austauschbar. Ich freue mich sehr über den neuen Raspberry Pi 2 und werde mir auf jeden Fall mindestens einen kaufen.
bamdaschmu 02.02.2015
5.
@al3x4nd3r Ist ab sofort im Verkauf @Becks0815 Montagsmodell, bzw einfach pech? Ich habe 2x Model B im Verbund laufen. Auf einem mein HTPC mit Kodi und auf dem anderen die Datenverwaltung, damit alles schön flott läuft. Beides seit nunmehr 2 Jahren und ich hatte noch nie Probleme mit dem Dateisystem (bei mir minimales Debian, Dateisystem als ext4 formatiert).
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