Milliardenprojekt Richard Branson will Hunderte Satelliten ins All schicken

Der britische Unternehmer Richard Branson will ein Satelliten-Netzwerk aufbauen, um Internetzugänge in entlegene Winkel der Welt zu bringen. Die Kosten sind gewaltig, die Konkurrenz ebenfalls.

Richard Branson (auf der Farnborough Airshow 2012): Zwei Milliarden Dollar für Internet-Satelliten
REUTERS

Richard Branson (auf der Farnborough Airshow 2012): Zwei Milliarden Dollar für Internet-Satelliten


Richard Branson will Hunderte Satelliten in den Orbit bringen. Sie sollen dabei helfen, Menschen überall auf der Welt mit schnellen Internetzugängen zu versorgen. Dafür kooperiert seine Raumfahrtfirma Virgin Galactic mit dem Satelliten-Konzern OneWeb. In einem ersten Schritt wollen die Partner dafür 648 Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde schießen und vernetzen. Die Kosten dafür werden auf zwei Milliarden Dollar geschätzt. Insgesamt ist geplant, bis zu 2400 Satelliten ins All zu schicken.

In einem Interview mit dem Rundfunksender "CNBC" sagte Branson am Donnerstag: "Der Gedanke dabei ist, dass wir damit die Milliarden von Menschen erreichen, die noch keinen Internetzugang haben". Vor allem Entwicklungsländer sollen von dem Projekt profitieren.

Doch auch in den USA gebe es noch viele Gegenden, in denen man keinen Zugang zum Netz hat. Möglich sei das Projekt aufgrund technischer Fortschritte, sagt Branson. Die neuen Satelliten würden nur wenig mehr als 100 Kilogramm wiegen, also nur ein Viertel so viel wie frühere Modelle. Zudem könne man mittlerweile "buchstäblich alle drei oder vier Stunden eine Rakete starten".

Facebook will Drohnen verwenden

Mit dieser Idee ist Richard Branson allerdings nicht allein. Über Google kursierten vor einigen Monaten bereits Berichte, der Konzern plane ein ähnliches Projekt. Das Unternehmen soll eine Milliarde Dollar investiert haben, um 180 Satelliten ins All zu schießen. Das Ziel: neue Märkte in schlecht vernetzten Regionen erschließen. Auch Facebook hat angekündigt, den Zugang zum Internet für alle Menschen zu ermöglichen. Mithilfe von Drohnen will das soziale Netzwerk die Online-Anbindung auch in abgelegenen Gebieten bereitstellen.

Richard Branson ist bekannt für seine ambitionierten Pläne. Sein letztes Prestigeprojekt führte allerdings zu einem tragischen Unfall in der Mojave-Wüste. Beim Absturz der Raumfähre "SpaceShipTwo" im vergangenen November starb der Co-Pilot, während sich der Pilot schwer verletzt retten konnte. Zu dem Unfall kam es während eines Testflugs mit der Raumfähre, die laut Branson eines Tages Touristen in den Weltraum bringen soll.

jbr



insgesamt 9 Beiträge
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pandur1234567@yahoo.com 16.01.2015
1. Schutzzonen
So wie es Naturschutzgebiete gibt sollte es langsam Gebiete geben die vor den Technik u Überwachungswahnsinnigen geschützt werden. Wo ist sie hin die Welt der natürlichkeit?
tutnet 17.01.2015
2. Warum nicht,
wenn es einer kann, dann Branson. Sobald das Netz verfügbar ist, werde ich mich anmelden. Das ist meine Chance endlich mehr als die 3 MBit zu bekommen. Bei der Telekom wird das nie klappen.
RainerM 17.01.2015
3. Super
Noch mehr Weltraumschrott.
SpitzensteuersatzZahler 17.01.2015
4.
Zitat von pandur1234567@yahoo.comSo wie es Naturschutzgebiete gibt sollte es langsam Gebiete geben die vor den Technik u Überwachungswahnsinnigen geschützt werden. Wo ist sie hin die Welt der natürlichkeit?
Lassen Sie doch einfach alle Geräte zu Hause - dann sind Sie 'natürlich'...
duerenkommentiert 17.01.2015
5. Danke
Chuck Norris. Aber beende endlich mal ein Einziges deines Marketing Bullsh*ts.
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