Russland Bei E-Mail Mord?

Russische Kriminelle nutzen das Internet offenbar auch zur Vermittlung von Mordaufträgen. Die russische Polizei hat einen Mann festgenommen, der seine Dienste als Killer per Online-Anzeige anbot.


Mordauftrag per E-Mail: "Biete Sterbehilfe ohne Zustimmung des Patienten"
AP

Mordauftrag per E-Mail: "Biete Sterbehilfe ohne Zustimmung des Patienten"

Moskau - Russische Beamte nahmen den Mann in Gewahrsam, nachdem er von Zivilfahndern mehrere tausend Dollar als Vorschuss für einen Mord entgegengenommen hatte, berichtete die russische Agentur Itar-Tass. Der Mann hatte seine Dienste im Internet mit den Worten "Biete Sterbehilfe, auch ohne Zustimmung des Patienten" offeriert, teilte ein Polizeisprecher mit.

Eine Moskauer Spezialeinheit war im Mai auf das Online-Inserat gestoßen. Beamte hatten auf die Anzeige geantwortet und sich als potenzielle Kunden ausgegeben. Nach einem Treffen, bei dem der vermeintliche Auftragsmord vereinbart worden war, nahmen Polizisten den Mann in der Stadt Samara an der Wolga fest. In Russland werden jedes Jahr Dutzende Geschäftsleute und Politiker von Auftragskillern ermordet.



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