Smartwatch Käufer zeigen angeblich kaum Interesse an Samsungs Galaxy Gear

Bleibt die Smartwatch-Euphorie aus? Einem Medienbericht zufolge konnte Samsung, trotz großen Marketing-Aufwands, bisher nur knapp 50.000 Exemplare seiner Galaxy Gear absetzen. Doch Samsung hat seiner Handy-Uhr gerade ein Update verpasst.

SPIEGEL ONLINE

Die Zahlen sind enttäuschend: Nur 800 bis 900 Samsung-Smartwatches würden derzeit pro Tag verkauft, schreibt "BusinessKorea". Das Blatt beruft sich dabei auf nicht näher genannte Industrie-Insider. Denen zufolge sind seit Ende September weniger als 50.000 Exemplare der Galaxy Gear verkauft worden. In der Industrie habe man deutlich höhere Verkaufszahlen erwartet. Unter anderem, weil die Uhr zusammen mit dem XXL-Smartphone Galaxy Note 3 vermarktet wird.

Zum Vergleich: Die per Kickstarter finanzierte Bluetooth-Uhr Pebble hat sich mit vergleichsweise geringem Werbeaufwand weltweit rund 250.000 Mal verkauft.

Wahrscheinlich ist es trotzdem zu früh, die Galaxy Gear als Flop abzutun: Samsung versucht derzeit, die Zielgruppe für das Gerät zu vergrößern. Ließ sich die Galaxy Gear anfangs nur in Verbindung mit einem neuen Galaxy Note 3 nutzen, soll das nun auch mit einigen weiteren Samsung-Smartphones möglich sein. In diesen Tagen ist außerdem ein Update erschienen, das den Funktionsumfang der Uhr erweitert: Nach der Installation arbeitet sie unter anderem besser mit Diensten wie Gmail, Twitter und WhatsApp zusammen.

Samsung hat die angeblichen Verkaufszahlen bislang nicht kommentiert - sie würden von der Tendenz her aber zu einer Prognose der US-Marktforschungsfirma IHS passen. Die Experten hatten im September geschätzt, dass 2013 weltweit nur 268.000 Smartwatches ausgeliefert würden. Die Nachfrage werde aber langfristig steigen. So prognostiziert IHS für 2014 bereits 2,6 Millionen ausgelieferte Geräte, für 2018 fast 39 Millionen.

Im SPIEGEL-ONLINE-Test machte die Galaxy Gear Anfang November noch einen unfertigen Eindruck: "Mit der Galaxy Gear hat Samsung ein schönes Demonstrationsobjekt vorgelegt", lautete das Urteil über die 300 Euro teure Smartwatch. "So richtig smart ist sie nicht."

mbö



insgesamt 17 Beiträge
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cola79 19.11.2013
1. Das wird auch so bleiben
Das wird sich nicht ändern, solange die Uhren einfach hässlich sind. Das sind sie aber konstruktionsbedingt, ohne großes Display taugen sie nichts, man würde ohnehin nichts erkennen. Ergo bleibt immer nur der Klotz am Arm, den niemand nachgefragt hat. Heute trägt man doch oft keine Armbanduhr mehr, die Zeit ist doch überall verfügbar, bzw. hat man ja in der Regel ein Mobiltelefon dabei. Die bisherigen "Käufer" dürften vermutlich seitens der Provider zwangsbeglückt worden sein, die Uhr war dann beim neuen Handy einfach dabei-genutzt wird sie vermutlich noch seltener, als sie die Lager verlassen hat.
divStar 19.11.2013
2. Ja und?
Die Galaxy Gear kann nichts selbstständig - man braucht nicht nur ein Smartphone, sondern auch eine permanente Bluetoothverbindung. Wäre ein UMTS-Empfänger + die wichtigste Steuerung drin und könnte man damit auch telefonieren, würde auch ich über die Galaxy Gear nachdenken.. aber so? Wo ist der Sinn..
anon_moppi 19.11.2013
3. optional
die meisten hardcore nutzer warten auch auf die brille
8ruc3 19.11.2013
4. Immer das gleiche...
Einfach nur viel Technik zusammenpacken, ohne auf irgendeinen Bedürfnis der Konsumenten zu achten, ergab schon immer ein belangloses Produkt. Sollte Sammlung doch eigentlich bekannt sein ;)
xtdrive 19.11.2013
5. pebbles
Habe mir die Pebbles die 150USD in den USA gekauft und von sehr zufrieden. Jetzt sehr ich den Anrufer und eingehende SMS/eMails mit einem Blick aufs Handgelenk. Sehr diskret und ich durch die Vibration auch keinen Anruf beim Motorradfahren.
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