Schritt für Schritt So schotten Sie Ihr Facebook-Profil ab

2. Teil: Was verrät man überhaupt?


Natürlich funktioniert ein soziales Netzwerk wie Facebook am besten, wenn man eine gewisse Chance hat, seine Freunde und Kollegen zu finden und wiederzuerkennen. Wer gar nichts von sich preisgibt, kann sein Profil auch löschen. Aber angesichts der neuen Datenschutzregeln bei Facebook ist es wichtiger denn je, genau einzuschätzen, wie viel man in der Facebook-Datenbank über sich speichern will.

Will man zum Beispiel, dass jeder das Profilbild sehen kann, auf dem man Mickey Mouse umarmt? Oder: Will man, dass jedes Facebook-Mitglied (und nicht nur Freunde oder Freunde von Freunden) sehen, welche Angebote man zu seinen Lieblingsseiten hinzugefügt hat wie auf Mark Zuckerbergs Seite?

Weil man die Zugriffe auf diese Informationen bei Facebook nicht einschränken kann, sollte man sich gut überlegen, welche man überhaupt preisgibt. Wie Facebook-Sprecher Barry Schnitt Techcrunch sagte: "Man muss kein Profilfoto veröffentlichen oder man kann eines seines Hundes nehmen. Man muss nicht sagen, in welcher Stadt man wohnt, man kann aber auch Atlantis oder Walhalla angeben."

Ob man seinen "Beziehungsstatus", wie das in Facebook-Sprech heißt, unbedingt angeben muss, wird jeder für sich entscheiden. Ein wichtiges Detail dabei: Obwohl man in den Einstellungen der Privatsphäre angeben kann, dass nur man selbst diese Details sehen kann, wird doch jede Veränderung automatisch im Profil angezeigt. Die Freunde sehen also, wenn man seinen "Beziehungsstatus" ändert, diese Benachrichtigung lässt sich derzeit nicht abschalten. Die sich aus solchen Aktualisierungen entspinnenden Debatten sind manchmal lustig. Dass sie sich entspinnen, sollte man aber vorher wissen und bedenken.

Wenn Sie bei Facebook eingeloggt sind, können Sie sich mit einem Klick auf diesen Link anzeigen lassen, welche Informationen auf ihrem öffentlichen Facebook-Eintrag zu sehen sind. Diese Seite können alle Facebook-Mitglieder sehen, auch wenn sie gar nicht in Kontakt zu Ihnen stehen. Unter Umständen sieht so auch das Suchergebnis zu Ihrem Namen aus, dass die Nutzer von Bing, Google und anderen Suchmaschinen erhalten.

insgesamt 2 Beiträge
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Jeeeves 17.12.2009
1. Man muss ja nicht!
Es geht doch viel einfacher. Na, denkt mal nach: wie wohl?
Imbecile 17.12.2009
2. Der Spiegel hat's verschlafen !
Unglaublich, dass die Medien (Menschen, die für Aufklärung bezahlt werden) solche Themen derart spät entdecken!! Suchbegriffe wie "Facebook Anleitung" oder "Facebook Privatsphäre" werden täglich gegoogelt. Der Bedarf ist also hoch. Viel besserer Anleitungen findet man hier - Deutsch: http://spreesee.com/2009/07/08/facebook-gebrauchsanleitung/ - Englisch: http://www.allfacebook.com/2009/02/facebook-privacy/ Die Englische ist gar seit knapp einem Jahr im Umlauf (und als PDF verfügbar). Anscheinend sind Blogger viel näher am Puls der Zeit!
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