Sturmschaden Amazon-Ausfall wirft Instagram, Airbnb und Vine aus dem Netz

Kein Hackerangriff, kein Zusammenbruch kritischer Infrastruktur, ein einfacher Server-Ausfall hat am Sonntag zahlreiche große Internetangebote mit sich gerissen. Schuld waren Probleme bei Amazon, auf dessen Rechner sich Dienste wie Instagram, Airbnb und Vine verlassen.
Fotodienst Instagram: Nach Serverausfall nicht erreichbar

Fotodienst Instagram: Nach Serverausfall nicht erreichbar

Foto: AP/dpa

Der Übernachtungsdienst Airbnb, das Fotonetzwerk Instagram, die Twitter-Videoplattform Vine und der Streaming-Dienst Netflix waren am Sonntagnachmittag vor allem für nordamerikanische Internetnutzer über eine Stunde lang nicht erreichbar .

Der Fehler ist offenbar auf einen Ausfall in einem Amazon-Rechenzentrum im nördlichen Virginia zurückzuführen. Das legen sowohl Amazons eigene Server-Statistiken  als auch ein Tweet von Airbnb  nahe, in dem die Schuld konkret Amazon zugeschoben wurde. Bis dato gibt es keine weitere Stellungnahme von Amazon, nur die unspezifische Schadensmeldung im Rechenzentrum im nördlichen Virginia.

Dass ein Ausfall von Amazon-Servern so vielen Internetangeboten Probleme bereiten kann, liegt schlicht daran, dass Amazon längst nicht mehr nur als Versandhaus sein Geld verdient, sondern im großen Stil Rechnerkapazitäten und Speicherplatz vermietet. Etliche Firmen sind komplett von den Amazon Web-Services abhängig, verfügen über gar keine eigenen Rechenzentren.

Dass Server-Probleme wie bei Amazon am Wochenende einen Ausfall zahlreicher großer Web-Angebote nach sich ziehen können, ist kein Einzelfall. Vor knapp einem Jahr hatte ein ähnlicher Ausfall bei Amazon im nördlichen Virginia unter anderem den Blog-Aggregator Reddit, den Location-Dienst Foursquare, das Online-Spiel Minecraft und Airbnb behindert. Wie bei ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit sollen auch für den jüngsten Ausfall Wetterphänomene verantwortlich gewesen sein. Offenbar war die Stromversorgung des Rechenzentrums durch einen Sturm unterbrochen  worden.

fko