Rückruf Mozilla zieht Firefox 16 wegen Sicherheitslücke zurück

Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung wird der aktuelle Firefox von den Mozilla-Downloads-Seiten entfernt. Unter Umständen sei ein Downgrade auf Firefox 15 keine schlechte Idee.
Firefox-Logo: Rolle rückwärts bei Nummer 16

Firefox-Logo: Rolle rückwärts bei Nummer 16

Foto: DPA

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der neuesten Version des Firefox-Browsers haben die Verantwortlichen bei Mozilla das Kommando zurück gegeben. Wegen einer Sicherheitslücke wurde die am Montag veröffentlichte Fassung am Mittwochabend schon wieder von den entsprechenden Download-Seiten entfernt. Mozilla erklärte, man arbeite an einer Lösung, die baldmöglichst fertig  sein und ausgeliefert werden solle.

Tatsächlich beeilten sich die Techniker beim Browser-Anbieter, bereits am Donnerstagmorgen stellten sie einen Patch zur Verfügung, der das Problem zunächst für die Android-Fassung beseitigte. Die Besitzer der entsprechenden Geräte können sich die aktuelle Version im Google Play Store  besorgen.

Die Tatsache, dass Mozilla ein Browser-Update wieder zurückzieht, ist laut "Ars Technica"  ungewöhnlich und spreche für die Schwere der Bedrohung. Allerdings lägen noch keine Berichte darüber vor, dass die Sicherheitslücke bereits ausgenutzt worden sei. Konkret soll das Leck den unbefugten Zugriff von einschlägig präparierten Webseiten auf die Liste der vom Surfer bislang besuchten Netzauftritte erlauben. Als Vorsichtsmaßnahme rät Mozilla Nutzern des Browsers, keinesfalls den Firefox 16 zu verwenden, sondern lieber ein Downgrade auf die Version 15.0.1 vorzunehmen. Alternativ könnten Firefox-Nutzer auch warten, bis der Patch automatisch aufgespielt werde.

Allen Sicherheitshinweisen zum Trotz wurde die gefährdete Version 16 noch am Donnerstagvormittag in Dutzenden an jeweilige Sprachen angepassten Versionen zum Herunterladen angeboten .

Eigentlich sollte mit Firefox 16 eine abgespeckte und nutzerfreundlichere Fassung  des Browsers unters Internetvolk gebracht werden. Der Speicherhunger soll deutlich geringer als bisher sein, auch die Integration von Web-Apps ist neu.

meu
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