Snapchat-Funktion Jetzt bekommt auch Facebook Stories

Vielleicht, weil es bei Instagram schon so gut funktioniert hat, adaptiert Facebook die Stories-Funktion nun auch für seine Smartphone-App. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, Fake News in seinen "Trending Topics" zu verhindern.
Facebook-Logo

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Foto: Jeff Chiu/ AP

Facebook testet in Irland derzeit eine Stories-Funktion innerhalb seiner Smartphone-App, berichtet "Business Insider ". Ursprünglich war eine solche Funktion von Snapchat eingeführt worden. Sie basiert darauf, dass Nutzer thematisch zusammengehörende Fotos und Videos zu einer virtuellen Bildergeschichte zusammenstellen und mit ihren Freunden teilen. Nach 24 Stunden werden Stories automatisch gelöscht.

Innerhalb der Facebook-App können Nutzer ihre Inhalte bearbeiten und beispielsweise Fotofilter, Texte oder selbst gemalte Zeichnungen hinzufügen. Stories erscheinen weder im Newsfeed noch in der Timeline der Nutzer, können aber direkt kommentiert werden.

Die Facebook-Tochter Instagram hatte bereits im Sommer eine solche Stories- Funktion eingeführt. Inzwischen wird sie dort eigenen Angaben zufolge täglich von 150 Millionen Menschen genutzt. Mit seinen weltweit rund 1,8 Milliarden Nutzern hat Facebook das Potenzial, die Funktion bekannt zu machen, bevor Nutzer auf den kleineren Wettbewerber Snapchat stoßen.

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Vergleich zu Snapchat: So sieht Instagram-Stories aus

Etwa zeitgleich bemüht sich der Konzern, Fake News aus seiner Rubrik "Trending Topics" auszusortieren. Die Funktion wird Nutzern in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Indien auf der Startseite angezeigt und soll aktuelle Themen besser sichtbar machen.

Ursprünglich waren die in dieser Rubrik präsentierten Themen von einer Redaktion zusammengestellt worden. Nach Vorwürfen, dabei würden systematisch konservative Themen unterdrückt, stellte das Unternehmen im August auf eine Software um, welche die "Trending Topics" automatisch zusammenstellt.

Das wiederum brachte dem Konzern den Vorwurf ein, die Verbreitung von Fake News zu begünstigen, weil der Algorithmus die Rubrik schlicht mit den am häufigsten geteilten und diskutierten Artikeln befüllte. Per Blogeintrag  kündigte das Unternehmen nun an, die Themen der "Trending Topics" künftig anders auszuwählen. Nun soll stärker berücksichtigt werden, wie viele Medien sich mit einem Thema befassen und wie intensiv diese diskutiert werden.

brt