Berliner Start-up Soundcloud startet Abo-Dienst in den USA

Der Berliner Musikdienst Soundcloud will in den Mainstream - und versucht, Geld im hart umkämpften US-Markt zu verdienen. Helfen sollen neue Deals mit Musikkonzernen.
SoundCloud-App auf iPhone

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Foto: SPIEGEL ONLINE

Der bislang kostenlose Musikdienst Soundcloud startet einen Abo-Service und hat sich dafür mit den USA gleich ein besonders schwieriges Pflaster ausgesucht. Mit dem Angebot "SoundCloud Go" können amerikanische Kunden künftig für 10 Dollar im Monat die Plattform werbefrei nutzen und die Songs zum Offline-Hören herunterladen, wie die Berliner Firma am Dienstag mitteilte.

Das Angebot soll auch von den frischen Deals mit den führenden Musikkonzernen profitieren. Bisher konzentrierte sich die Plattform auf Remixe und Songs, deren Rechte nicht bei den Großen der Branche lagen - oder zumindest nicht einwandfrei geklärt sind. Außerdem sind Mash-ups und Podcasts, Amateuraufnahmen und kuratierte Playlists im Dienst stark vertreten.

Soundcloud hat nach eigenen Angaben 175 Millionen Nutzer. Das Unternehmen gilt als ein Juwel der Berliner Start-up-Szene, immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert. Im weltgrößten Musikmarkt USA trifft das neue Angebot nicht nur auf globale Rivalen wie Spotify oder Apple Music, sondern auch auf das Internet-Radio Pandora, das im Land mehr als 80 Millionen Nutzer hat.

Unterscheiden will sich Soundcloud unter anderem dadurch, dass Künstler selbst entscheiden können, ob ihre Werke gratis für alle Nutzer zu hören sind oder nur für die Bezahlkunden.

fab/dpa
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