Spam-Charts Die USA sind Weltmeister

Der größte Anteil aller internationalen Spam-Mails kommt nach wie vor aus den USA. Auf Platz zwei der Spam-Statistik steht China. Der Inhalt der unerwünschten Mails ändert sich unterdessen langsam.


Im zweiten Quartal dieses Jahres sind nach einer Studie des Antiviren-Software-Herstellers Sophos 23,2 Prozent der aller Spam-Mails aus den USA verschickt worden, 20 Prozent kamen aus China. Aus Deutschland seien nur 2,5 Prozent der Massen-Mails gekommen.

Spam: USA sind Weltmarktführer

Spam: USA sind Weltmarktführer

Der Studie zufolge werden die meisten Spam-Mails von sogenannten Zombies oder Bots aus verschickt - Rechnern, die per Virus infiziert und schließlich vom Virenautor ferngesteuert werden. Das Heranziehen möglichst großer "Botnetze" zum Zweck des Spamversandes oder für konzertierte Attacken auf bestimmte Rechner ist einer der Hauptzwecke, die Virenschreiber heute verfolgen. Wer seinen Rechner vor Angriffen aus dem Netz schützt, tut also auch der Allgemeinheit einen Gefallen.

Die Art der Spam-Mails scheint sich den Ergebnissen zufolge langsam zu wandeln. Zwar gibt es weiterhin den klassischen Text-Spam, zunehmend werden jedoch beispielsweise Bilder verschickt, um Filter zu umgehen, die mit der Analyse von Texten arbeiten. Im Januar habe Bild-Spam 18,2 Prozent des Gesamtvolumens ausgemacht, inzwischen stieg dieser Anteil der Studie zufolge auf 35,9 Prozent.

Sogenannte "Pump-and-Dump"-Kampagnen haben einen anderen Zweck als E-Mails, mit denen Uhren oder Erektionspillen verkauft werden sollen: Mit gezielten Falschmeldungen sollen dabei die Aktienkurse bestimmter Firmen bewusst in die Höhe getrieben werden - so dass die Urheber mit Verkäufen an übertriebenen Kursgewinnen verdienen können.

cis/dpa



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