Spanien Antikriegs-Mails fegen Aznars Partei aus dem Web

In Spanien hat die Volkspartei von Ministerpräsident José María Aznar den Volkszorn zu spüren bekommen: Eine Flut von E-Mails gegen die Kriegspolitik des konservativen Regierungschefs hat die Webserver der Partei lahmgelegt.


José María Aznar: Im Visier der Friedensfreunde
AFP

José María Aznar: Im Visier der Friedensfreunde

Madrid - Mehr als 100.000 E-Mails seien mit einem Mal eingegangen, sagte ein Sprecher der Volkspartei. Die E-Mail-Protestaktion war schon seit mehreren Tagen auf der Web-Site www.noalaguerra.com angekündigt worden. Dennoch waren die Rechner der Konservativen auf den Ansturm offenbar nicht vorbereitet.

In Umfragen hatte sich vor Kriegsbeginn eine überwältigende Mehrheit der Spanier gegen den Krieg ausgesprochen und die Politik ihrer Regierung als schlecht oder sehr schlecht eingestuft. Aznar gehört zu den entschiedenen Befürwortern des Angriffs auf den Irak, den in Spanien unterschiedlichen Erhebungen zufolge bis zu 90 Prozent der Bevölkerung ablehnen.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.