Stiftung Warentest Die besten Clouds kommen aus Deutschland

Cloud-Dienste machen Text, Bilder, Videos und Musik überall verfügbar, das ist bequem. Welche Dienste auch sicher sind und sich an Datenschutzregeln halten, hat die Stiftung Warentest geprüft.

Visualisierung eines Cloud-Rechenzentrums
Juhari Muhade/ Getty Images

Visualisierung eines Cloud-Rechenzentrums


Daten in der Cloud zu speichern, hat Vorteile, die sich nicht leugnen lassen: Was auch immer man in eine solche Datenwolke hineinkopiert, ist im Idealfall danach immer und überall verfügbar. So kann man Oma die Familienfotos auf ihrem Fernseher zeigen oder in einem Tagungshotel schnell die Präsentation abrufen, die man im Büro vorbereitet hat.

Wichtig ist dabei, dass der genutzte Dienst zuverlässig arbeitet - und man ihm vertrauen kann. Schließlich übergibt man einem Unternehmen womöglich private und vertrauliche Daten. Da möchte man schon sichergehen, dass die sicher und für andere nicht zugänglich gespeichert werden. Ob diese und noch einige weitere Voraussetzungen erfüllt werden, hat die Stiftung Warentest bei elf Anbietern von Cloud-Datendiensten überprüft.

Die besten Ergebnisse erzielten dabei der Freemail-Online-Speicher von Web.de und die Magentacloud der Telekom. Zwar seien Angebote wie Dropbox, Google Drive und pCloud den beiden deutschen Diensten technisch überlegen, doch würden diese ihre Siegchancen durch "sehr deutliche Mängel in Datenschutzerklärung, Nutzungs- oder Geschäftsbedingungen" verspielen. Solche Schwächen wurden von den Testern mit einer Abwertung um eine Note bestraft.

So kommt es, dass etwa Apples iCloud und Microsofts OneDrive Basic trotz guter bis sehr guter Noten auf den hinteren Plätzen landen. Dass Microsoft "sehr gute Technik" und zusammen mit Dropbox die "beste Handhabungsnote" bescheinigt wird, nützt da ebenso wenig wie Apples "bester Passwortschutz" und "starker Schutz vor Datenraub".

Fast alle wurden abgewertet

Microsoft werden "sehr deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung" attestiert, Apple "sehr deutliche Mängel im Kleingedruckten". So verfehle etwa Microsofts Datenschutzerklärung mit einem Umfang von 30 Seiten, schwammigen Formulierungen und Verweisen auf "anderswo zu findende Zusatzinformationen" die "von der Datenschutz-Grundverordnung geforderte Transparenz". Apples Texte hingegen kollidierten "häufig mit deutschem und europäischem Recht", oft seien sie nicht hinreichend an hiesige Vorschriften angepasst.

Als Sieger im Vergleich der Stiftung Warentest gehen deshalb die einzigen deutschen Angebote hervor. Sie sind zugleich die einzigen Angebote, in deren AGB, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärungen die Tester keine Mängel entdecken konnten. Die übrigen neun Wettbewerber wurden wegen Mängeln in diesen Bereichen abgewertet. Auf Platz zwei landete so die Magentacloud von der Telekom, die zugleich die schlechteste Note im Bereich Datensicherheit erhielt.

Als Ergänzung zu Online-Datenspeichern empfiehlt die Stiftung Warentest sogenannte Netzwerkfestplatten. Die erfordern allerdings weitergehende technische Kenntnisse, mehr Zeit für die Installation und einen schnellen Internetanschluss. Acht solcher Geräte haben die Tester unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse können hier abgerufen werden.

mak



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
Petrillo 24.04.2019
1. Typisch deutsch!?
Die AGB sind korrekt. Technisch ist das Ding veraltet bzw. unkomfortabel und leicht zu knacken - aber laut AGB ist es in Ordnung, deshalb Sieger bei den Warentestern... ?♂️
mrmaster 24.04.2019
2. cloudspeicher nur mit boxcryptor nutzen
als laientauglicher tipp: im prinzip ist es in weiten grenzen wurst, welchen cloud-anbieter man nutzt - wenn man dort einen zus. verschluesselten container rein legt. einer der besten container-anbieter ist boxcryptor. dieser hersteller kommt aus deutschland. die handhabung ist sowohl am rechner als auch aufm smartphone recht einfach. damit werden dann auch die datenkraken google, dropbox, onecloud, etc. ausgesperrt und schauen in die roehre ;-).
maleniemuerger 24.04.2019
3.
@Petrillo Stimmt, die großen Anbieter haben sich ja in letzter Zeit mit Ruhm bekleckert... Facebook mit X Datenskandalen, Google mit bewuster Manipulation von alternativen Browsern usw usw... Wer noch glaubt, dass die Marktmacht der großen Player an der "technischen Überlegenheit" liegt, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
TheBear 24.04.2019
4. Dropbox nicht ganz zuverlässig
In den fünf Jahren, in denen wir Dropbox benutzt haben, "verschwanden" ganze (Gruppen von) Foldern 3 mal. Wir konnten dann zwar eine Woche alte Dateien wieder zurückbekommen, ein Schock war es aber schon. Auf der anderen Seite ist Dropbox unschlagbar, wenn man Dateien auf mehreren PCs immer bereit haben will, und nicht auf die Cloud angewiesen ist.
hartmut_heinrich 24.04.2019
5. Typisch Stiftung Warentest
Hauptsache, die Texte der Geschäftsbedingungen sind gut lesbar. Qualität des Produkts inkl. Datensicherheit ist eher nebensächlich.
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