Stiftung Warentest Fehler bei E-Mail-Test

Wegen eines Fehlers bei einem Test von E-Mailanbietern hat die Stiftung Warentest die Februar-Ausgabe des Magazins "test" zurückgerufen. Beim Thema Verschlüsselung gilt eine Formulierung als missverständlich.

Berlin - Die Stiftung Warentest hat Fehler bei einem Test zur Verschlüsselung von E-Mails gemacht. Die Februar-Ausgabe des Verbrauchermagazins "test" wird deshalb nicht weiter verkauft.

Eine Sprecherin der Stiftung bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Die Welt ", heißt es von der Nachrichtenagentur AFP. Die Stiftung Warentest hatte bei 14 E-Mail-Anbietern, darunter AOL , Web.de, GMX und Freenet, unter anderem untersuchen lassen, wie gut sich E-Mails verschlüsseln lassen.

Das Ergebnis beim Thema Verschlüsselung sei falsch dargestellt worden, räumten die Tester gegen über der "Welt" ein. Die Online-Version  des Textes ist korrigiert. Für eine Veränderung der Noten sahen die Tester jedoch keinen Anlass.

Beklagt hatte sich die Anbieter Posteo und mail.de. Posteo bemängelte unter anderem die Formulierung "Nur Mailbox.org schützt die Kunden und speichert deren E-Mails verschlüsselt". Diese überarbeitete die Redaktion. Es heißt nun: "Als erster Dienst bietet Mailbox.org an, Nachrichten verschlüsselt zu speichern." Mail.de teilte in einer E-Mail mit, aus Sicht des Unternehmens seien die Fehler "deutlich weitreichender als von der Stiftung Warentest dargestellt".

Der Verkauf wurde bereits am 30. Januar eingestellt. Betroffen seien ein paar tausend Exemplare der insgesamt rund 460.000 Hefte. Die meisten seien bereits an Abonnenten oder Zeitschriftenhändler ausgeliefert worden sein.

Der Stiftung Warentest hängt noch der Skandal um Ritter Sport nach. Der Konzern hatte damals eine einstweilige Verfügung erwirkt, weil eine Formulierung als irreführend galt. Kritisiert worden waren auch die Methoden der Tester: Sie hatten einen chemischen Stoff nicht nachgewiesen, sondern nur auf ihn geschlossen.

isa/AFP
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