Stippvisite Chinesen kennen Zuckerberg, aber Facebook nicht

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist derzeit zu Besuch in China. Sein erster Besuch galt dem dortigen Suchmaschinen-Marktführer Baidu. Wohin er sonst noch reisen wird, ist unbekannt.

Zuckerberg auf dem "Time"-Cover: Chef bekannt, Unternehmen unbekannt in China
AP/ Time Magazine

Zuckerberg auf dem "Time"-Cover: Chef bekannt, Unternehmen unbekannt in China


Der Sprecher von Baidu, der mit weitem Abstand erfolgreichsten Suchmaschine im chinesischen Markt, bestätigte, die online aufgetauchten Fotos von Zuckerbergs Besuch in den Baidu-Büros seien echt. Er wolle "nicht leugnen was auf den Bildern zu sehen ist", sagte Kaiser Kuo der Agentur Associated Press zufolge. Er bestätigte auch, dass Zuckerberg sich mit Baidus CEO Robin Li treffen werde, ohne jedoch zu berichten, worüber die beiden sprechen wollten.

In China ist Facebook bei weitem nicht so erfolgreich wie in weiten Teilen der übrigen Welt. Die populärsten Social Networks im Reich der Mitte heißen RenRen, Kaixin001, Qzone (verbandelt mit dem Twitter-artigen Dienst QQ) und 51.com. Baidu selbst betreibt ein eigenes Social Network namens tieba.baidu.com.

Baidu-Sprecher Kuo erklärte denn auch, Facebook sei in China nicht vielen Menschen bekannt - was nicht zuletzt damit zusammenhängen dürfte, dass die Plattform dank der "Great Firewall" den meisten chinesischen Netznutzern nicht ohne weiteres zugänglich ist. Mark Zuckerberg dagegen kennt man in China schon, sagte Kuo: weil das "Time"-Magazin ihn zur "Person des Jahres 2010" gekürt habe.

cis/AP



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.