Baumaschine beschädigt Glasfaserleitungen Viele Behörden in Nordrhein-Westfalen sind offline
Glasfaserleitungen in einer Baugrube: Eine Baumaschine hat in Düsseldorf Schäden angerichtet
Foto: Roman Mykhalchuk / iStockphoto / Getty ImagesEine Großstörung der Deutschen Telekom in Düsseldorf sorgt derzeit für Kommunikationsprobleme bei der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Wie der Provider dem SPIEGEL mitteilte, hat ein Betonbohrer bei Bauarbeiten in der Nähe der Düsseldorfer Königsallee insgesamt 17 Glasfaserleitungen durchtrennt. Dadurch sind nicht nur die Internet- und Telefonverbindungen gestört, auch zehn Mobilfunkstationen wurden von der Kommunikation abgeschnitten.
Zurzeit ist der Provider dabei, den Schaden zu reparieren. Dies ist allerdings sehr aufwendig und wird voraussichtlich noch bis in die Nacht oder bis in den Morgen dauern. Insgesamt sollen 15.000 Festnetzkunden betroffen sein. Zu ihnen gehört offenbar auch die Landesregierung NRW, die derzeit von der Kommunikation nach außen abgeschnitten ist, wie der Technikdienstleister IT.NRW gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.
Betroffen sind davon nicht nur die Webseiten der Ministerien, sondern auch die Telefonieverbindungen. Nicht nur Behörden mit Sitz in Düsseldorf sind offline, sondern auch Justizbehörden und Gerichte, die über eine zentrale Internetverbindung angebunden sind. Eine Sprecherin des Justizministeriums bestätigte dem SPIEGEL, dass die interne Kommunikation noch funktioniert. Auch die Notrufzentralen sind weiterhin erreichbar, da sie über eine redundante Anbindung verfügen.
Anmerkung der Redaktion: Inzwischen hat die Telekom mitgeteilt, dass die Arbeiten wegen der Größe des Schadens länger dauern als zu Anfang erwartet. Derzeit seien 25 Monteure vor Ort, die vermutlich die ganze Nacht durcharbeiten müssten, um den Schaden ganz zu beheben, erklärte ein Konzernsprecher im Gespräch mit dem SPIEGEL. Erst im Laufe des späten Abends werde sich die Situation nach und nach bessern. Erste Behörden sind inzwischen wieder online. Wir haben den Artikel aktualisiert.