Street View Google fotografiert Geschäfte - von innen

Eisdielen, Comic-Läden, Schoko-Fachhandel: Google fotografiert in ausgewählten Staaten Läden von innen - auf Antrag. Nun sind die ersten Fotos des Auslagen-Street-View im Netz.
US-Comicladen bei Street View: Google fotografiert nun auch Ladengeschäfte

US-Comicladen bei Street View: Google fotografiert nun auch Ladengeschäfte

Googles Rundum-Kameras besuchen auf Wunsch auch Ladeninhaber . Bislang fotografierte Google nur Straßenzüge, nun sollen interessante Gebäude auch von innen der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das funktioniert wie Google Street View, nur dass sich die Besucher Klick für Klick durch Läden flanieren können.

Wer's ausprobieren will: In Blogs sind erste Links zu Googles neuem Indoor-Street-View aufgetaucht, den sogenannten Business Photos .

Wer ein Ladengeschäft in den Vereinigten Staaten, Neuseeland, Japan, Frankreich oder Großbritannien besitzt, kann sich jetzt bei Google um die Aufnahme in das neue Google-Maps-Projekt bewerben. Gefällt Google die Bewerbung, schickt das Unternehmen einen "vertrauenswürdigen Fotografen von vor Ort" vorbei, der oder die jede Ecke des Geschäfts fotografiert. Eine Panorama-Software verbindet die Schnappschüsse zu einer Street-View-artig durchwanderbaren Innenansicht.

Wie so ein Besuch abläuft, erzählt Hacker-News-Kommentator  und Sorbet-Ladenbesitzer Nathan Kurz. Bei ihm schaute vor der Testphase ein Fotografenteam vorbei - als Bonus für die Teilnahme an einem Google-Dienst. Sie schossen in zwei Sitzungen zu je 20 bis 30 Minuten Fotos. Noch steht Business Photos noch am Anfang und Google will nur die bei Google Maps am häufigsten gesuchten Läden abfotografieren - vor allem Restaurants, Hotels, Einzelhändler, Fitnessstudios, Salons und Werkstätten; von Kanzleien, Arztpraxen und großen Handelsketten will Google erst mal nichts wissen .

Doch schon jetzt lässt sich absehen, wohin die Indoor-Reisen führen könnte. Bei Hacker News werden zukünftige Anwendungsmöglichkeiten diskutiert - die alle Googles Interesse am "Laden um die Ecke " erklären:

  • Google könne so schon bald Laden-Inventare in den Suchindex aufnehmen, um Surfern Fragen beantworten zu können wie: "Wo in meiner Nähe gibt es noch Starthilfekabel?"
  • Ladeninhaber könnten ein virtuelles Inventar führen - und Google damit eine hyperlokale und trotzdem total dezentrale Amazon-Alternative von Grund auf neu errichten.
  • Für Google bieten sich ganz neue Möglichkeiten, Werbung passgenau zu platzieren - und für Ladeninhaber, Surfer zu sich zu locken.
  • In das Ladenpanorama könnte eine Videoansicht integriert werden, zum Beispiel eine Live-Webcam oder eine Ansprache des Ladeninhabers.
  • Über einen Business-Photos-Start in Deutschland war bis dato von Google nichts zu erfahren.
kno
Mehr lesen über