Südkorea Daten von Millionen Kreditkartenkunden gestohlen

Persönliche Angaben der meisten südkoreanischen Kreditkarteninhaber sind in falsche Hände geraten. 20 Millionen Kunden sind von dem Diebstahl betroffen. Die Behörden vermuten, dass die Datensätze verkauft werden sollten.

Chefs der drei größten Kreditkartenfirmen: Verbeugung zur Entschuldigung
AP

Chefs der drei größten Kreditkartenfirmen: Verbeugung zur Entschuldigung


Seoul - Ein riesiges Datenleck bei südkoreanischen Banken und Kreditkartenfirmen hat die Regierung und Aufsichtsbehörden des Landes alarmiert. Es wird geschätzt, dass persönliche Informationen von etwa 20 Millionen Kunden in falsche Hände geraten seien, teilte eine Sprecherin der Finanzaufsichtsbehörde FSS am Montag mit.

Der Missbrauch dürfte laut Medienberichten die meisten Kreditkarteninhaber unter den 50 Millionen Einwohnern des Landes betreffen. Es geht zum Beispiel um Informationen über die monatliche Nutzung der Karte, die Kartennummern, das Gehalt des Inhabers und über dessen Kreditwürdigkeit.

Mehr als 20 Verdächtige seien festgenommen worden, darunter ein Mitarbeiter der Kredit-Rating-Firma Korea-Kreditbüro (KCB). Außerdem befinden sich unter den Festgenommenen Personen aus dem Kreis privater Kreditgeber und Werbeunternehmen. Die Behörden vermuten, dass die Datensätze verkauft werden sollten.

Premierminister Chung Hong Won wies den FSS zu einer gründlichen Untersuchung an. Die Aufsichtsbehörde ging zunächst nicht von einem weiteren kriminellen Missbrauch aus. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditkarten kopiert werden, ist sehr gering, weil keine Passwörter oder Kartenprüfnummern gestohlen wurden", teilte sie mit. Die drei großen Kreditkartenfirmen des Landes, KB Kookmin Card, Lotte Card und Nonghyup, die ihre Kundendaten mit den verbundenen Banken teilen, entschuldigten sich für das Datendesaster.

juh/AP/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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spon-facebook-10000523851 20.01.2014
1. Zuerst wurden
Konsumenten zur Benuetzung von Kreditkarten mehr oder weniger gezwungen und nun ? Man entschuldigt sich und Kunden muessen den Unsinn bereinigen. Man sehe sich den Unsinn in den USA an, wo mehr als nur Basisinformation "verloren" ging. Die 120 Mio Leute die da betroffen sind tun' mir leid.
omind 20.01.2014
2.
Tja, unsere Finanzhaie würden sich nie entschuldigen oder gar verbeugen, die halten eher noch 'nen Victory Zeichen in die Kameras und belehren unsere Politik wie sie sich zu verhalten habe.
ugt 20.01.2014
3.
Zitat von sysopAPPersönliche Angaben der meisten südkoreanischen Kreditkarteninhaber sind in falsche Hände geraten. 20 Millionen Kunden sind von dem Diebstahl betroffen. Die Behörden vermuten, dass die Datensätze verkauft werden sollten. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/suedkorea-kreditkartendaten-von-20-millionen-kunden-abhanden-gekommen-a-944505.html
Mal bei den Amerikanern nachfragen, irgend wie müssen die sich ja finanzieren. Bei 20 Mio Kreditkarten würde ein Buchung von 100 US$ monatlich schon helfen.
Questionator 20.01.2014
4.
Zitat von omindTja, unsere Finanzhaie würden sich nie entschuldigen oder gar verbeugen, die halten eher noch 'nen Victory Zeichen in die Kameras und belehren unsere Politik wie sie sich zu verhalten habe.
Ach, das ist doch auch nur in Südkorea ein Skandal. Bei uns hat ja - wie ich in den letzten Monatzen lernen durfte - Niemand was zu verbergen!
winki 20.01.2014
5. Na und, ...
bei uns ist das genau so möglich. Eigentlich überall wo mit Plastik bezahlt wird.
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