Betrugsmasche Vorsicht vor gefälschten Telekom-Rechnungen

In Ihrer Mailbox ist eine Telekom-Rechnung gelandet, mit der Sie nicht gerechnet haben? Dann ignorieren Sie die Nachricht lieber. Dahinter könnten Betrüger stecken, die Schadsoftware auf Ihren Rechner schleusen wollen.
Telekom-Logo

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Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

In vielen E-Mail-Postfächern landen derzeit auf den Januar datierte gefälschte Telekom-Rechnungen, warnt die Polizei Niedersachsen . Wer unter Windows auf das angehängte, manipulierte Word-Dokument klickt oder in der E-Mail einen Link aufruft, der zum Download der Januar-Rechnung führen soll, holt sich demnach Schadsoftware auf den Rechner.

Die Polizei Niedersachen nennt die angeblichen Rechnungs-E-Mails "ziemlich gut kopiert". Aus echten Telekom-Abrechnungen kopierte Textabschnitte führen demnach beispielsweise zu nachgeahmten Telekom-Webseiten. Außerdem erkennen laut der Polizei aktuell bisher nur wenige Virenscanner die Bedrohung.

"Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte umgehend seinen Computer vom Netzwerk trennen, um nicht weitere Systeme im gleichen Netzwerk zu infizieren", heißt es außerdem. Antivirensoftware könne gegebenenfalls noch helfen, sicher sei das aber nicht. Im schlimmsten Fall helfe nur eine Neuinstallation von Windows: "Zudem sollten Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle Anzeige erstatten."

Lieber direkt auf die Telekom-Seite gehen

Wer sich nicht sicher ist, ob er eine echte oder gefälschte Rechnungs-E-Mail vor sich hat, sollte die Nachricht ignorieren und die Webseite des Telekom-Kundencenters  aufrufen, um seine Rechnung von dort herunterzuladen. Alternativ kann man bei der Telekom etwa telefonisch nachfragen, ob gerade eine Rechnung verschickt wurde.

Auf einer Info-Website  gibt die Telekom Tipps zum Schutz vor Fake-Rechnungen. Dort heißt es beispielsweise: "Betrüger nutzen oft hohe, unleserliche oder ungewöhnliche Rechnungsbeträge in der E-Mail, um den Empfänger zu veranlassen, Anhänge zu öffnen oder auf Links zu klicken." Hinweise zu gefälschten E-Mails in seinem Namen nimmt das Unternehmen hier entgegen .

mbö/dpa
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