Kundendaten im Netz aufgetaucht Telekom rät zum Passwortwechsel

Die Deutsche Telekom ruft ihre Kunden zum Passwortwechsel auf, weil im Netz zahlreiche Log-in-Daten kursieren. Einen Hackerangriff soll es dem Konzern zufolge aber nicht gegeben haben.

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Die Deutsche Telekom fordert ihre Kunden auf, ihr Passwort zu wechseln. Zuvor waren Datensätze mit aktuellen Log-in-Informationen im Internet aufgetaucht. Eine Stichprobe von rund 90 Kombinationen aus T-Online-Mailadresse und Passwort habe gezeigt, dass auch echte Kundendaten darunter seien, teilte der Konzern am Montag mit.

Zur Gesamtzahl der im Internet angebotenen Datensätze gebe es unterschiedliche Angaben: Es sollen 64.000 bis 120.000 sein. Jene Kunden, deren Daten vorlägen, habe die Telekom umgehend informiert, hieß es. Zudem habe man Anzeige erstattet.

Für E-Mail-Nutzer, die gleichzeitig einen Festnetz- oder Handyvertrag bei der Telekom haben, sind die im Netz verfügbaren Datensätze besonders kritisch: Denn per T-Online-Mail-Adresse und Passwort kann auch der Zugriff auf das Telekom-Kundencenter möglich sein. Darüber könnten Unbefugte dann Informationen abrufen oder Bestellungen und Vertragsänderungen ausführen.

Telekom: Keine Hinweise auf Hack

Es gebe keine Hinweise darauf, dass ein Telekom-System gehackt worden sei, betonte das Unternehmen. Die Daten seien vermutlich über Phishing-Angriffe bei den Anwendern selbst erbeutet worden. Dafür spreche auch, das mehrere Unternehmen betroffen seien. Die Kunden, deren Daten vorlägen, habe die Telekom umgehend informiert, hieß es. "Wir wollen den Fall nutzen, um für einen regelmäßigen Wechsel von Passwörtern zu werben", erklärte der Telekom-Vorstand für Datenschutz und Recht, Thomas Kremer.

Die Passwort-Änderung kann direkt im Webmailer unter "E-Mail-Einstellungen/Passwörter" vorgenommen werden.

Zuletzt wurden massenweise Login-Daten für verschiedene Onlinedienste im Netz veröffentlicht. So waren Zugangsinformationen für Millionen Accounts bei Twitter, Tumblr, MySpace oder LinkedIn im Umlauf. Dabei spielte den Kriminellen auch in die Hände, dass viele Nutzer dieselbe Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort für verschiedene Services einsetzen. So verschafft ihnen ein erbeuteter Datensatz Zugang zu mehreren Plattformen. Das ist eine Praxis, vor der IT-Sicherheitsexperten stets warnen.

fab/dpa



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Seite 1
111ich111 27.06.2016
1. Phishing
Artikel gelesen? Was kann die TK dafür, wenn User auf Phishing hereinfallen? Ich hätte da noch ein paar E-Mails von Amazon, Paypal und Ebay anzubieten, die mich auffordern, per Direktlink mein Konto zu verifizieren ....
herbert 27.06.2016
2. Ein Armutszeugnis für die Telekom
sie hat ihren Laden technisch im Griff ! Sie rät den Kunden ..... Was rät sich denn die Telekom selber ? Woran liegt es? Hat man mal wieder an Firewalls gespart?
bacillus.maximus 27.06.2016
3.
Zitat von herbertsie hat ihren Laden technisch im Griff ! Sie rät den Kunden ..... Was rät sich denn die Telekom selber ? Woran liegt es? Hat man mal wieder an Firewalls gespart?
Wenn Sie auch nur das kleinste bischen Ahnung vo dem Thema hätten zu dem Sie sich gerade so aufplustern, dann wäre Ihnen klar daß eine Firewall bei einem Anbieter von irgendeinem Online-Dienst oder -Shop etwa genauso wirkungsvoll ist wie ein Wagenheber bei Brechdurchfall.
geishapunk 27.06.2016
4.
Zitat von herbertsie hat ihren Laden technisch im Griff ! Sie rät den Kunden ..... Was rät sich denn die Telekom selber ? Woran liegt es? Hat man mal wieder an Firewalls gespart?
Hauptsache feste druff, oder?! Welche Firewall hilft denn gegen Pishing? Und überhaupt was für eine Firewall soll das sein die auf der Telekomseite jeden einzelnen User vor Zugriffen schützt?! Auch wenn es heutzutage en Vogue ist Verantwortung abzuschieben und Andere für das eigene Unvermögen verantwortlich zu machen: für den Schutz des heimischen PCs ist schon jeder selbst verantwortlich! Stichwort Eigenverantwortung! Wer in einer Pishingmail draufklickt kann sicher nicht den Provider verantwortlich machen für das was dann passiert.
walnutyoghurt-vulture 27.06.2016
5. Ach.....en Vouge...
Zitat von geishapunkHauptsache feste druff, oder?! Welche Firewall hilft denn gegen Pishing? Und überhaupt was für eine Firewall soll das sein die auf der Telekomseite jeden einzelnen User vor Zugriffen schützt?! Auch wenn es heutzutage en Vogue ist Verantwortung abzuschieben und Andere für das eigene Unvermögen verantwortlich zu machen: für den Schutz des heimischen PCs ist schon jeder selbst verantwortlich! Stichwort Eigenverantwortung! Wer in einer Pishingmail draufklickt kann sicher nicht den Provider verantwortlich machen für das was dann passiert.
Es ist wichtig zu allen Daten Zugang zu haben die es geben kann, drum muß man den Leuten sagen wie unsicher das alles doch ist, damit sie sich Hilfe holen und Einsicht auch gleich gewähren. Die sollen doch gar nichts von Eigenverantwortung wissen und halten und an sowas gar nicht erst denken. Naja, ist natürlich nicht wie mit den Hackern die alle, alle Firmen voll krass attackieren, dass die sozusagen gleich den vom Staat empfohlenen Stellen möglichst alles offenbaren (auch wenn da nicht ein µ an Leuten vorhanden ist die mit all dem so erschlichenem Wissen auch schon was anfangen könnten). Das ist natürlich ein "Grundproblem" wie ein Türschloß in das ein Schlüssel passt. Da passt selbstverständlich auch ein Nachschlüssel.
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