Terrorabwehr UNO-Direktor fürchtet das Internet

Der neue Leiter des UNO-Ausschusses zur Terrorismusbekämpfung Mike Smith nennt das Internet eine gefährliche Waffe von Militanten. Das Netz müsse deshalb besser kontrolliert werden - von Internet-Café-Betreibern zum Beispiel.


Gestern hat der australische Diplomat Mike Smith sein neues Amt als Direktor des UNO-Ausschusses zur Terrorismusbekämpfung angetreten, heute erklärt er, warum das Netz stärker kontrolliert werden muss: "Früher mussten Extremisten Grenzen überqueren, um Anschläge zu planen", sagte Smith der Nachrichtenagentur Reuters.

"Heutzutage passieren viele Dinge über das Internet", fuhr Smith fort, "sie können Anweisungen geben, sich untereinander absprechen und neue Mitglieder durch Webseiten gewinnen."

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, fordert Smith eine weltweite Aufklärungskampagne durch UNO-Behörden wie die UNICEF. Einzelpersonen, Gemeinden und Internet-Café-Betreiber sollen über die Internet-Nutzung von Militanten unterrichtet werden. "Die Leute müssen aufpassen", sagte er, "und sie müssen bereit sein, mit den Behörden zu reden, wenn sie etwas Beunruhigendes bemerken."

Von konkreten Überwachungsmaßnahmen sprach Smith nicht: "Das Internet ist eine echte Sorge und ich denke, wir haben die Antwort noch nicht gefunden." Smith sprach nur vage von "einer Reihe von Strategien".

pha / rtr



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