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Datenschutzbeschwerde TikTok-Mitarbeiter sorgen sich offenbar um persönliche Daten

Die Berliner Datenschutzbehörde untersucht einen möglichen Verstoß der Social-Media-Firma TikTok. Im Homeoffice sollten Mitarbeiter offenbar Firmen-Apps mit weitreichenden Zugriffsrechten auf ihre Privathandys laden.
aus DER SPIEGEL 30/2021
Soziales Netzwerk TikTok (Symbolbild): »Hohe technische und rechtliche Hürden«

Soziales Netzwerk TikTok (Symbolbild): »Hohe technische und rechtliche Hürden«

Foto: Manjunath Kiran / AFP

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Bei der Berliner Datenschutzbehörde ist eine Beschwerde gegen die Digitalplattform TikTok eingegangen. Offenbar sorgen sich Teile der Belegschaft des Unternehmens um ihre persönlichen Daten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice wurden demnach wohl angehalten, Firmen-Apps mit weitreichenden Zugriffsrechten auf ihre privaten Handys zu laden.

Die Behörde bestätigt die Beschwerde auf Anfrage. Man habe das Unternehmen um Stellungnahme gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. »Für die datenschutzkonforme Nutzung privater Endgeräte zu beruflichen Zwecken gelten hohe technische und rechtliche Hürden«, so Maja Smoltczyk, Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Aus: DER SPIEGEL 30/2021
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Bei TikTok heißt es, man »setze sich sehr für den Datenschutz unserer Mitarbeiter ein«. Das »derzeitige Verfahren« sehe »nicht vor, dass Apps auf die persönlichen Mobiltelefone der Mitarbeiter heruntergeladen werden«.

Die Berliner Datenschützer wollen nun prüfen, ob der Vorgang eine internationale Dimension hat. Die Europazentrale des chinesischen TikTok-Mutterkonzerns sitzt in Dublin. Sollte sich diese im Verfahren als verantwortlich erweisen, werde man den Fall an die irische Datenschutzbehörde weitergeben.

rom/red
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