Datenschutz Twitter nutzte Kundendaten für Werbung

Twitter hat wohl zur Account-Sicherung angegebene Daten benutzt, um Werbung gezielt ausspielen zu können. Ein "Fehler" habe das Problem verursacht, beteuerte das Unternehmen.

Twitter-App: "Das war ein Fehler und wir entschuldigen uns"
Denis Charlet /AFP

Twitter-App: "Das war ein Fehler und wir entschuldigen uns"


Datenschutz gilt nur solange als Argument, wie er den Unternehmen nutzt. Zu diesem Rückschluss könnte der jüngste Fall bei Twitter verleiten. Der Kurzbotschaftendienst gab am Dienstag bekannt, "möglicherweise versehentlich" für Sicherheitszwecke gedachte private Nutzerdaten für Werbung verwendet zu haben.

Telefonnummern und E-Mail-Adressen für die Authentifizierung von Twitter-Kontos könnten für Werbung genutzt worden sein. Demnach könnten die Nutzerdaten mit jenen von Werbeunternehmen abgeglichen worden sein, um zielgerichtete Werbung zu ermöglichen. "Wir bitten für diesen Fehler um Entschuldigung", erklärte Twitter.

Der Kurzbotschaftendienst beteuerte, die Daten seien nicht mit Partnern außerhalb des Unternehmens geteilt worden. Wie viele Twitter-Nutzer betroffen waren, darüber gab das Unternehmen keine Auskunft. Das "Problem, das diesen Fehler verursacht hat", sei am 17. September behoben worden. Große Online-Konzerne wie Twitter und Facebook geraten immer wieder wegen ihres Umgangs mit privaten Nutzerdaten in die Kritik.

Eine ausführlichere Meldung zum Thema finden Sie hier.

mik/afp



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