United Airlines Passagiere berichten von möglichem Hackerangriff

Wegen Computerproblemen mussten mehr als hundert Flugzeuge einer amerikanischen Fluggesellschaft zeitweise am Boden bleiben. Über Twitter spekulierten Passagiere über einen Angriff auf die Software, United Airlines dementiert dies.
Check-in-Schalter von United Airlines: 150 Flüge der Linie verspäteten sich

Check-in-Schalter von United Airlines: 150 Flüge der Linie verspäteten sich

Foto: SCOTT OLSON/ AFP

Eine Reihe von Flugzeugen von United Airlines ist wegen eines technischen Problems am Boden geblieben. Der Airline zufolge traten "Probleme bei der Informationsübermittlung" auf.

Die Verspätungen hätten gegen 8 Uhr morgens begonnen und sich über eine knappe Dreiviertelstunde hingezogen, zitiert das Tech-Magazin "Wired"  Unternehmenssprecher Charles Hobart.

Was genau unter dem Problem mit "dispatching information" zu verstehen ist, erklärte der Sprecher nicht. Allerdings twitterten einige der betroffenen Flugpassagiere aus den Maschinen. Ein Twitterer berichtete etwa, er befinde sich in einem United-Airlines-Flugzeug, das auf der Startbahn warte. Der Pilot habe erklärt, es habe möglicherweise eine Attacke durch Hacker gegeben, im System seien wieder und wieder falsche Flugpläne aufgetaucht.

Passagiere anderer Maschinen twitterten ähnliche Erfahrungen. Auch sie berichten von Verspätungen aufgrund falscher Flugpläne.

United Airlines selbst wollte sich zu etwaigen Problemen mit den Flugplänen nicht äußern, auch gebe es "keine Hinweise, dass die Vorgänge von außen herbeigeführt wurden". Insgesamt seien 150 Flugzeuge betroffen gewesen, acht Prozent des morgendlichen Flugplans, schreibt die "New York Times" .

Derzeit herrscht bei Behörden und Fluggesellschaften in den USA eine gewisse Nervosität, was die Computersicherheit von Flugzeugen angeht. Erst im April hatte der IT-Sicherheitsexperte Chris Roberts mit einem scherzhaften Tweet aus einer Maschine von United Airlines auf Sicherheitslücken in modernen Verkehrsflugzeugen aufmerksam gemacht. Daraufhin wurde er vom FBI aus dem Flugzeug geholt, später durfte er mit der Airline nicht mehr fliegen. Nur kurze Zeit später warnte das FBI gemeinsam mit der für Grenzkontrollen zuständigen Transportsicherheitsbehörde (TSA) vor Angriffen auf flugzeugeigene Computersysteme.

meu
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