US-Geheimdienst offline Anonymous bekennt sich zu Attacke auf CIA

Die Netzaktivisten haben wieder zugeschlagen: Über Stunden war die Web-Seite des US-Geheimdienstes CIA nicht erreichbar. Anonymous gab den Angriff via Twitter bekannt - und kündigte weitere Aktionen an.


Hamburg - "CIA Tango Down" twitterten Anonymous-Aktivisten gewohnt lakonisch am Freitag, und wer danach die Web-Seite des US-Geheimdienstes CIA ansteuerte, wusste, was gemeint war. Über Stunden war die Seite nicht erreichbar.

Steckt tatsächlich Anonymous hinter der Aktion, wäre es der dritte Angriff der Hackervereinigung auf eine Web-Seite einer US-Behörde innerhalb weniger Wochen. Im Januar hatte Anonymous die Web-Seiten der Bundespolizei FBI und des US-Justizministeriums als Vergeltung für die Schließung der Online-Speicherplattform Megaupload angegriffen.

Vor rund einer Woche hatten Anonymous-Aktivisten außerdem einen Coup gelandet: Sie konnten sich offenbar in eine Telefonkonferenz der US-Bundespolizei FBI und Scotland Yard einklinken, in der es um Anonymous ging. Der Mitschnitt landete auf YouTube, das FBI bestätigte die Echtheit der Aufnahme.

Die CIA wollte die Situation am Freitag auf Anfrage des Online-Dienstes CNET nicht kommentieren, man sei noch mit den Ermittlungen befasst.

Anonymous kündigte derweil weitere Aktionen an. "Sieht aus, als habe Anonymous eine anstrengende Woche gehabt, obwohl die wichtigsten Ereignisse noch gar nicht begonnen haben...", schrieben sie bei Twitter.

bim/AFP/dpa

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insgesamt 41 Beiträge
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Seite 1
kuddel37 11.02.2012
1. .
Zitat von sysopdapdDie Netzaktivisten haben wieder zugeschlagen: Über Stunden war die Webseite des US-Geheimdienstes CIA nicht erreichbar. Anonymous gab den Angriff via Twitter bekannt - und kündigte weitere Aktionen an. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,814649,00.html
Webseite down ist ja nun nicht so tragisch. Eine Veröffentlichung der Namen und Aufenthaltsorte aller weltweit operierenden CIA-Agenten wäre da schon was anderes.
asmcoder 11.02.2012
2. .
diese Leute lernen nicht. Es gibt nicht umsonst die Regel: lege dich niemals mit der Regierung an. Scheinbar brennen manche darauf, für die nächsten 10 Jahre ins Gefängnis zu gehen. Mal abgesehen davon, interessiert es ja nun wirklich niemanden ob die csi Website für ein paar Stunden down ist...dass da null können dahinter steckt, wurde hoffentlich schon oft genug betont....
MasaGemurmel 11.02.2012
3. Suspekt
Wir leben in schwierigen Zeiten. Mit Blick auf das Finanzmarktdesaster, Überschuldung der Staaten, Auflösung grundstaatlicher Fundamente (Vorratsdatenspeicherung, SWIFT-Abkommen, etc...), ist es wichtig, daß sich der Souverän wehrt - so wie es in der Verfassung demokratischer Staaten verankert ist. Aber "Anonymous" ist mir suspekt. Sogennante Angriffe auf Webserver von Innenministerien oder Regierungssserver sind doch kontraproduktiv. Sogenannte Angriffe auf Facebook und nun die CIA verliefen harmlos. Mit erschließt sich das Ziel von "Anonymous" nicht. Das einzige was passiert: Man nährt die Argumente gegen ein angeblich "so böses und gefährliches" Internet. Ich wage mal die mutige These, daß Anonymous eine False Flag Truppe ist, und daß das Hacken der "US-Dienst" Website ein digitales 9/11 ist: Anonymous... 1. ...liefert Argumente, um Überwachungsgesetze weiter zu verschärfen 2. ...liefert Daten, die bei den Einbrüchen in Server und Datenbanken ergaunert wurden In der Hoffnung, daß ich mich irre, Murmel.
mitbestimmender wähler 11.02.2012
4. Toll Jungs
Nur so entwickeln sich die Sicherheits Verantwortlichen weiter und schlafen Antivirus Programierer Nie. Die Jungs von Anonymous machen einen guten Dienst für die Allgemeinen Webnutzern. "Jungs hackt die Drohnen zum Schrott"
kernbeiser 11.02.2012
5. Netzaktivisten?
Zitat von sysopdapdDie Netzaktivisten haben wieder zugeschlagen: Über Stunden war die Webseite des US-Geheimdienstes CIA nicht erreichbar. Anonymous gab den Angriff via Twitter bekannt - und kündigte weitere Aktionen an. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,814649,00.html
Den von Ihnen regelmäßig verwendeten Begriff "Netzwerkaktivisten" halte ich für unangemessen, da der Begrigff Aktivist hier missverständlich positiv und verharmlosend klingt. Tatsächlich handelt es sich regelmäßig um die Begehung krimineller Taten einer Gruppe von Internetanarchisten, die nicht mehr uind nicht weniger wollen, als die Schaffung eines rechtsfreien Raumes im Internet. Man könnte durchaus auch von Internetterroristen sprechen.
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