US-Klage Kunde wirft Symantec Panikmache vor

Angstmacherei statt Hilfe? Ein US-Kunde strebt eine Sammelklage gegen den Softwareriesen Symantec an. Sein Vorwurf: Die Gratis-Versionen der Wartungsprogramme warnten in jedem Fall vor Gefahren auf gescannten Computern - unabhängig vom tatsächlichen Zustand des Systems.

Computerwut: Ist das System wirklich so verhunzt, wie Helfer-Programme behaupten?
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James Gross aus dem US-Bundesstaat Washington wirft dem Softwarereanbieter Symantec betrügerische Geschäftspraktiken, Betrug und eine Reihe anderer Gesetzesverstöße vor. In seiner Klage vor einem kalifornischen Gericht verlangt Gross fünf Millionen Dollar Schadensersatz und die Zulassung einer Sammelklage.

Gross behauptet, Symantec dränge potentielle Kunden mit vorgetäuschten Sicherheitsrisiken, die nur das Symantec-Produkt beheben könne, zum Software-Kauf. Das wäre typisch Scareware: Erst einen Schadensfall behaupten und dann eine Zahlung verlangen, um den Rechner sauber zu bekommen. Seit Jahren ist diese Erpresser-Software eine höchst lukrative Einnahmequelle von Cyberkriminellen, weltweit gibt es jährlich Millionen Opfer.

Gross wirft Symantec vor, beim Vertrieb der Wartungsprogramme PC Tools Registry Mechanics, PC Tools Performance Toolkit und Norton Utilities ähnliche Methoden zu nutzen. Symantec bewerbe diese Programme mit einer kostenlosen Diagnose-Software, die potentielle Computerrisiken aufdecken soll - beheben kann die dann aber nur die kostenpflichtige Vollversion des Programms.

Symantec nennt die Klage "abwegig"

Die Klageschrift bezeichnet die Gratis-Diagnosesoftware als Falle: Gross zufolge gibt die Kostenlos-Software den Computerzustand in jedem Fall als "gefährdet" an. Die Software dränge unabhängig von tatsächlichen Sicherheitsrisiken immer zum Kauf der Vollversion.

Symantec verweist auf eine Erklärung der US-Mutterfirma gegenüber dem Magazin "Securityweek". Der Softwareanbieter nennt die Klage dort abwegig: "Mehrere unabhängige Dritte haben diese Produkte sehr wohlwollend getestet und damit die Effektivität und Funktionalität der Produkte bestätigt."

Umstrittene PC-Reinigungsprodukte

Es ist neu, dass jemand solche Vorwürfe gegen einen renommierten Anbieter wie Symantec erhebt. Gegen PC-Reinigungsprodukte weniger bekannter Hersteller gingen Firmen schon vor Jahren vor. Im Oktober 2008 hatten Microsoft und der US-Staat Washington der Verbreitung von Scareware den Kampf angesagt (Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft) und Klage gegen mehrere Hersteller angeblicher PC-Reinigungsprogramme erhoben (Klage gegen Registry Cleaner XP als PDF). Im April 2011 wurde eines der Scareware-Verfahren mit einem Vergleich eingestellt: Der Scareware-Hersteller muss keine Schuld eingestehen, aber künftig den Vertrieb seiner Reinigungsprodukte mit alarmistischen Testversionen unterlassen.

Andere Hersteller von (legitimen und legalen) Reinigungsprodukten werden das Geschehen rund um den neuen Fall genau verfolgen: Wird das Gericht genau hinschauen, zum Beispiel mit Expertisen, welche die Wirksamkeit der Software-Produkte prüfen ("Scareware ist nur, was keine Wirkung auf angebliche Sicherheitsprobleme hat")? Oder wird sich das Verfahren auf die Werbemethoden konzentrieren? Wie auch immer das Gericht mit der Klage umgeht - es dürfte die Zukunft der PC-Warter prägen.

fko

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Nonvaio01 12.01.2012
1. stimmt
Zitat von sysopAngstmacherei statt Hilfe? Ein US-Kunde strebt eine Sammelklage gegen den Softwareriesen Symantec an. Sein Vorwurf: Die Gratis-Versionen der Wartungsprogramme warnten in jedem Fall vor Gefahren auf gescannten Computern - unabhängig vom tatsächlichen Zustand des Systems. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808668,00.html
Das machen aber wohl alle. Bin gespannt wie das ausgeht.
Nonvaio01 12.01.2012
2. ist mir auch schon aufgefallen
hab vor ein paar monaten ein Netbook fuer meine freundin gekauft, das ding ist von Compaq. da war jede menge HP kramm drauf den kein Mensch braucht, und noch andere SW die ich als muell bezeichne. HP Cloud Drive HP picture program (sowas von lahm) HP Games ....etc Seitdem ich das meiste runtergeworfen habe laeuft das ding viel schneller, gerade bei Netbooks ist der speed eh limitiert da hat jede ueberfluessige SW sofort auswirkungen auf den speed. MS wurde verklagt weil diese den Media Player und Internetexplorer in Windows hatten. Bei PC's und Netbooks darf der Hersteller wohl draufspielen was er will? Ich finde die dinger muessen "Nackt" ausgeliefert werden und der inhaber kann dann im Internet runterladen was er will auf der Seite des Herstellers. Nur wenn man seinen PC selber baut hat noch den einfluss auf die installierte SW.
haspelbein 12.01.2012
3. Nackter PC
Zitat von Nonvaio01hab vor ein paar monaten ein Netbook fuer meine freundin gekauft, das ding ist von Compaq. da war jede menge HP kramm drauf den kein Mensch braucht, und noch andere SW die ich als muell bezeichne. HP Cloud Drive HP picture program (sowas von lahm) HP Games ....etc Seitdem ich das meiste runtergeworfen habe laeuft das ding viel schneller, gerade bei Netbooks ist der speed eh limitiert da hat jede ueberfluessige SW sofort auswirkungen auf den speed. MS wurde verklagt weil diese den Media Player und Internetexplorer in Windows hatten. Bei PC's und Netbooks darf der Hersteller wohl draufspielen was er will? Ich finde die dinger muessen "Nackt" ausgeliefert werden und der inhaber kann dann im Internet runterladen was er will auf der Seite des Herstellers. Nur wenn man seinen PC selber baut hat noch den einfluss auf die installierte SW.
Du kannst auch "nackte" PCs ohne OS kaufen, und Dir dann aufspielen, was du willst. Ist natuerlich aufwendiger, und bei Windows vielleicht auch einen Tick teurer, da Microsoft Windows an die PC Hersteller verguenstigt abgibt. Auf meinem Laptop hatte ich auch jede Menge Schrottsoftware. Das Groebste wurde entfernt, der Aufwand, diese Gimmick-Software zu entfernen war jedoch nicht allzu gross. Aber ich gestehe, dass ich die Windows Partition eh nur fuer Spezialanwendungen nutze.
Nonvaio01 12.01.2012
4. Netbook
Zitat von haspelbeinDu kannst auch "nackte" PCs ohne OS kaufen, und Dir dann aufspielen, was du willst. Ist natuerlich aufwendiger, und bei Windows vielleicht auch einen Tick teurer, da Microsoft Windows an die PC Hersteller verguenstigt abgibt. Auf meinem Laptop hatte ich auch jede Menge Schrottsoftware. Das Groebste wurde entfernt, der Aufwand, diese Gimmick-Software zu entfernen war jedoch nicht allzu gross. Aber ich gestehe, dass ich die Windows Partition eh nur fuer Spezialanwendungen nutze.
weiss ja nicht wie sehr Sie mit Netbooks vertraut sind, aber die haben meist keinen DVD player...also is nix mit Windows aufspielen. Bei meinem PC habe ich das aber so gemacht. das erste war eine formation der Festplatte, und dann Windows aufgespielt, nicht die system DVD die man beim kauf bekommt, sondern eine reine Windows DVD. dann hat man den PC one den ganzen Muell.
asihoch10 12.01.2012
5. be free!
use open source / free software / linux! das betriebssystem meiner wahl: - ist kostenlos - es gibt keine funktionierende schadsoftware dafür / dementsprechend braucht man auch keine teure sicherheitssoftware, die nur das system ausbremst und eh die hälfte aller windows-viren durchlässt - es gibt keine crapware - will auch nicht ständig neustarten, wenn man grad was besseres zu tun hat - kann alles und noch mehr viel mehr und ist auch sonst ganz toll - und kein monopolist dieser welt schreibt mir vor, was ich zu tun und zu lassen hab :)
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