Cyberangriff in USA Hacker erbeuten Daten von vier Millionen Regierungsangestellten

Die Personalverwaltung der US-Regierung ist das Ziel einer groß angelegten Cyberattacke geworden. Hacker haben die Daten von vier Millionen aktiven und ehemaligen Angestellten abgegriffen. Die Angreifer sollen aus China kommen.
Office of Personnel Management: Behörde erfolgreich von Hackern attackiert

Office of Personnel Management: Behörde erfolgreich von Hackern attackiert

Foto: © JAMES LAWLER DUGGAN / Reuters/ REUTERS

Hacker sind in US-Regierungscomputer mit persönlichen Daten von Regierungsangestellten eingedrungen. Das Office of Personnel Management (OPM) unterrichtete nach eigene Angaben etwa vier Millionen Amerikaner über den möglichen Datenklau . Es handele sich um sensible Daten, die zu finanziellen Betrügereien missbraucht werden könnten. Betroffen seien Daten gegenwärtiger sowie früherer Mitarbeiter.

Regierungsbeamte machten gegenüber mehreren US-Medien Hacker aus China für den Angriff verantwortlich. Die chinesische Botschaft in Washington wies diese Anschuldigungen zurück und nannte die Vorwürfe "unverantwortlich".

Die Personalverwaltung der US-Regierung entdeckte nach eigenen Angaben im April, dass sich Hacker Zugang zu den Computernetzwerken verschafft hätten. Die Attacke soll aber bereits Ende 2014 begonnen haben.

Die Behörde arbeite mit dem Heimatschutzministerium und der Bundespolizei FBI zusammen, um das Ausmaß der Cyberattacke zu untersuchen. Die Sicherheitssysteme seien mittlerweile verstärkt worden.

Es ist der zweite Angriff auf wichtige Computersysteme der US-Regierung innerhalb weniger Monate. Bereits im vergangenen Jahr waren Hacker in die E-Mail-Systeme des Weißen Hauses und des Außenministeriums eingedrungen. Für den Angriff sollen Hacker aus Russland verantwortlich gewesen sein.

Russische Cyberkriminelle sollen auch hinter einem Angriff auf die US-Steuerbehörde IRS stecken. Zwischen Februar und Mai 2015 gelangten die Angreifer nicht nur an die Daten von an die hunderttausend Steuerzahlern, sondern stahlen dabei 39 Millionen Dollar.

syd/AFP/dpa