Valves Spielekonsole 14 Firmen bauen die Steam Machine

Von Alienware bis Falcon Northwest: Auf der Unterhaltungselektronikmesse CES hat Valve verraten, welche Hersteller die Wohnzimmer-PCSteam-Machine bauen werden. Die günstigsten Modelle sollen 500 Dollar kosten.
Prototyp der Steam Machine: Die Wohnzimmer-PCs sollen zwischen 500 und 6000 Dollar kosten

Prototyp der Steam Machine: Die Wohnzimmer-PCs sollen zwischen 500 und 6000 Dollar kosten

Foto: Valve Corporation

500 bis 6000 Dollar soll eine Steam Machine  kosten, je nachdem, für welches Modell sich der Kunde entscheidet. Auf der Unterhaltungselektronikmesse CES benannte Valve am Montag erstmals 14 Firmen, die die per SteamOS betriebenen Wohnzimmer-PC anbieten werden, darunter die Gaming-PC-Hersteller Alienware und Digital Storm . Von einigen Ausnahmen abgesehen sind mittlerweile auch die grobe Ausstattung, das Design und der Preis der einzelnen Modelle bekannt: Valve präsentiert sie in einer PDF-Broschüre .

Die nach jetzigem Stand günstigsten Steam Machines liefern demnach die Firmen iBuyPower und CyberPowerPC. Die Basisvariante ihrer Geräte soll knapp 500 Dollar kosten, also ähnlich viel wie beispielsweise Microsofts Konsole Xbox One. Das Einstiegsmodell von iBuyPower ist mit einem Quadcore-Prozessor und einer Radeon-GCN-Grafikkarte ausgestattet, der Arbeitsspeicher hat acht GB Kapazität, die Festplatte fasst 500 GB.

Wie sehr sich die Modelle technisch unterscheiden, zeigt ein Blick auf das teuerste Modell. Die Steam Machine von Falcon Northwest soll zwischen 1800 und 6000 Dollar kosten, dafür lässt sich der Prozessor wählen. Als Grafikkarte ist eine Nvidia GeForce GTX Titan an Bord, hinzu kommen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit bis zu sechs Terabyte. Wie beim Computerkauf werden Interessenten also auch bei den Steam Machines abwägen müssen, welches Modell das aus ihrer Sicht beste Preisleistungsverhältnis bietet.

"Verlockende Alternative" zu anderen Konsolen

Einen Eindruck davon, was die Steam Machines in der Praxis leisten, vermittelt ein aktueller "The Verge"-Bericht . Autor Sean Hollister schreibt, er habe die Möglichkeit gehabt, an einem Computer zu spielen, dessen Ausstattung mit der Steam Machine von Alienware vergleichbar sei. Sein Eindruck vom Gerät: "Es ist klein und leistungsstark und scheint eine verlockende Alternative zu einer Konsole zu sein - vorausgesetzt, Valve sorgt dafür, dass es genug Spiele für Linux gibt ."

Als eins der Alleinstellungsmerkmale der Steam Machine gilt ihr Controller, dessen Prototyp Valve selbst entwickelt hat. Auf der CES kündigte das Unternehmen nun aber an, dass auch die Partnerfirmen eigene Controller herstellen können.

Ob Valve selbst Steam Machines produzieren wird und wann die ersten Geräte auf den Markt kommen, ist auch nach der Messepräsentation offen. Aus dem Umfeld von Valve heißt es, die Markteinführung sei für die zweite Jahreshälfte geplant .

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mbö