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04. August 2010, 13:49 Uhr

Verbraucherschützer

Gegen Abo-Fallen im Internet muss man sich wehren

Wer Rechnungen und Mahnungen über Internet-Dienstleistungen bekommt, die entweder gar nicht erbracht oder per Trickbetrug erschlichen wurden, sollte sich unbedingt wehren - aber richtig, mahnen die Verbraucherschutzverbände. Sonst droht neben Ärger sogar ein negativer Schufa-Eintrag.

Leipzig - Internet-Nutzern, die in einer versteckten Abo-Falle gelandet sind, droht zu allem Überfluss zusätzlicher Ärger: Neben dreisten Abkassier-Briefen dubioser Firmen kann jetzt auch ein negativer Eintrag bei Auskunfteien wie der Schufa dazukommen. Und zwar dann, wenn Angeschriebene nicht reagieren, wie Bettina Dittrich von der Verbraucherzentrale Sachsen sagt.

Die Juristin rät daher eindringlich: Wer unberechtigte Zahlungsaufforderungen von Firmen wie der Mainzer Antassia GmbH oder der Frankfurter Premium Content GmbH am Hals hat, sollte sich schriftlich dagegen wehren - und zwar nachweislich. Gleiches gelte für Post von Inkassobüros sowie Anwälten.

Grund für die Umstände sei die im April beschlossene Novelle zum Bundesdatenschutzgesetz, erklärt Dittrich. Demnach können Firmen säumige Zahler dann an Auskunfteien melden, wenn nach einer zweimaligen Zahlungsaufforderung keine Zahlung einging.

Was man beim korrekten Widerspruch gegen Abkassierer beachten muss:

Von Berrit Gräber, apn

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