Virales Video aus Bowlingcenter Dieser Drohnenflug entzückt selbst Hollywoods Starregisseure

Der Clip dauert kaum 90 Sekunden, beeindruckt im Netz aber Zigtausende: Ein Video aus einem Bowlingcenter in Minneapolis zeigt, wie sich mit einem Drohnenflug die Magie eines Ortes einfangen lässt.
Szene aus dem Drohnenvideo: Mehr als ein guter Werbeclip

Szene aus dem Drohnenvideo: Mehr als ein guter Werbeclip

Foto: Youtube

»Ich habe noch nie ein Video gesehen, das so perfekt war«, schreibt eine YouTube-Nutzerin. Ein anderer Kommentator spricht von der »heiligen Mutter der Drohnen-Aufnahmen«. Und jemand Drittes meint, wenn es einen Oscar für Drohnenvideos gäbe, hätten ihn sich die Macher jenes Clips, der im Netz gerade euphorisch kommentiert wird, soeben gesichert.

Das Werk, das von Instagram über Twitter bis YouTube Zigtausende Nutzerinnen und Nutzer beeindruckt, heißt »Right Up Our Alley« . Er ist eine perfekt durchchoreografierte Hobbydrohnen-Aufnahme ohne Schnitte, ein Video, in dem nichts dem Zufall überlassen wurde, außer vielleicht die Frage, ob die Drohne den abschließenden Crash überlebt (die Antwort darauf lautet dem Piloten zufolge übrigens: Ja).

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Im Dunkeln fliegt die Drohne für das Video von der Straße aus in ein Bowling- und Kulturcenter in Minneapolis hinein, das Bryant Lake Bowl & Theater heißt. Dort fliegt sie über die Bahnen und an Bowling-Spielern sowie Bar- und Theaterbesuchern vorbei. Immer wieder sind dabei Konversationen zu sehen und – einer professionell bearbeiteten Audiospur sei Dank – in Form kurzer Soundschnipsel zu hören, bevor die Drohne mitten in den Pins einer Bahn landet.

Der Clip beeindruckt durch seine Originalität, dadurch, wie hier per Drohne die Magie eines Orts eingefangen wird. Zugleich lassen aber auch die Flugkünste des 25-jährigen Drohnenpiloten Jay Christensen staunen, der die teils recht enge Location geschickt in Szene setzt.

Das Video zeigt nicht den ersten Flug

Hinter dem Clip steckt die Produktionsfirma Rally Studios aus Minneapolis, die das Video auf ihrer Website auch als Arbeitsprobe präsentiert. Wie die US-Website »Kiro 7« unter Verweis auf einen lokalen Sender berichtet,  wurde das Video Ende vergangener Woche aufgenommen. Mehrere Mitarbeiter des Centers sowie einige Freiwillige waren demnach als Darstellerinnen und Darsteller an der Aufnahme beteiligt.

Brian Heimann, ein Produzent der Rally Studios, sagte der »New York Times« , das Video sei Teil eines Projekts, das sich um Unternehmen in Minnesota dreht, deren Existenz von der Corona-Pandemie bedroht ist. Das Video wurde Heimann zufolge mit einer für Rennen gedachten Drohne aufgenommen – und das tatsächlich in einem einzigen Take. Die Aufnahme, die nun im Netz steht, war den Angaben zufolge aber bereits der zehnte Versuch der Macher, den Drohnenflug und das Geschehen drumherum so gut hinzubekommen.

Die Ausdauer und Kreativität des Videoteams dürfte sich gelohnt haben. Lob bekommt es nun nämlich nicht nur von zahlreichen Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern aus aller Welt, sondern sogar von Hollywood-Größen. Auf Twitter etwa schreibt der bekannte Regisseur James Gunn (»Guardians of the Galaxy«), das Drohnenvideo sei »umwerfend«. Und auch sein Kollege Lee Unkrich (»Toy Story 3«) ist äußerst angetan: »Das ist eine der erstaunlichsten Sachen, die ich je gesehen habe«, twitterte Unkrich, »Kinnlade auf dem Boden.«

mbö
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