Virtuelle Eroberung Hacker hisst Perus Flagge auf Chiles Präsidenten-Seite

Auf der Webseite der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet prangte ausgerechnet die virtuelle Flagge des Nachbarlandes Peru. Ein patriotischer Hacker hatte sie dort mit der Nachricht "Lang lebe Peru" platziert.


Die Seite der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet lag nach dem Hack-Angriff 18 Stunden lang lahm. Der Hacker hatte am Sonntag Mittag virtuell die peruanischen Flagge gehisst und die Nachricht "Lang lebe Peru" und einen Schimpfausdruck hinterlassen.

Präsidenten-Webseite: Ein Hacker hisste auf der chilenischen Seite die peruanische Nationalflagge

Präsidenten-Webseite: Ein Hacker hisste auf der chilenischen Seite die peruanische Nationalflagge

Chilenische Regierungsbeamte nahmen die Seite nach einigen Minuten vom Netz: "Weil wir Ihnen einen besseren Service bieten wollen, arbeiten wir für Sie", informierten sie die User. Die Webseite war erst am Montag morgen wieder funktionsfähig.

Laut dem Außenministerium in Santiago haben die Behörden inzwischen die Ermittlung aufgenommen. Der politische Direktor, Carlos Portales, sagte auf einer Pressekonferenz: "Das hat es auch woanders schon gegeben, darunter einige Webseiten der US-Regierung und des Vatikans."

Die chilenische Zeitung "El Mercurio" berichtet, dass es sích nach offiziellen Einschätzungen bei dem Hacker wahrscheinlich um einen Peruaner handele. Chile und Peru haben im 19. Jahrhundert zwei Kriege miteinander geführt, unterhalten inzwischen aber generell gute Beziehung.

Der Hack-Angriff fand wenige Tage vor einem Ibero-amerikanischen Gipfel statt, laut Portales gibt es zwischen den beiden Ereignissen jedoch keinen Zusammenhang.

pha/AP



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