Virtuelles "Stalking" Knaststrafe wegen sexueller Bedrohung per E-Mail

Die Zahl der Zeitgenossen wächst, die ihre Opfer belästigen und bedrohen, indem sie sie real oder per Telekommunikation verfolgen. In Hongkong wandert nun ein 23-Jähriger wegen virtuellen "Stalkings" hinter Gitter.


Hongkong - Wegen sexueller Bedrohung per E-Mail ist in Hongkong ein Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der 23-Jährige habe zwei Studentinnen in seinen übers Internet verschickten Briefen mit Vergewaltigung gedroht, berichtete die Zeitung "South China Morning Post".

Acht Monate lang habe er die Frauen zudem mit aggressiven Fotos und Horrorgeschichten über Vergewaltigungen von College-Studentinnen eingeschüchtert. Das Gericht nannte den Fall den Angaben zufolge einen der ernstesten seiner Art und verurteilte den Mann wegen krimineller Einschüchterung zu einem Jahr Haft.

Der sich selbst als "Superhacker" bezeichnende Mann hatte dem Zeitungsbericht zufolge zudem die Internet-Aktivitäten seiner beiden Opfer mit Hackerprogrammen überwacht. Die Polizei sei auf seine Spur über dessen E-Mail-Adresse beim US-Service usa.net gekommen. Der E-Mail-Service sowie das amerikanische FBI hätten dabei geholfen.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.