VZ-Netzwerke unbeliebt Holtzbrinck sagt StudiVZ-Verkauf ab

So einfach geht es nicht: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat ihre Hoffnung aufgegeben, das soziale Netzwerk StudiVZ kurzfristig verkaufen zu können. Die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe wurde vorerst eingestellt.
Logo von MeinVZ: Kurzfristiger Verkauf hat nicht funktioniert

Logo von MeinVZ: Kurzfristiger Verkauf hat nicht funktioniert

Foto: Stephanie Pilick/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Bittere Erkenntnis für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck: Für die VZ-Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ) sollte die Investmentbank Goldman Sachs eigentlich kurzfristig einen Käufer finden. Wie das manager magazin jetzt berichtet, hat Konzernchef Stefan von Holtzbrinck angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die sozialen Netzwerke vorerst einzustellen.

Damit gibt die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (unter anderen "Zeit", "Saarbrücker Zeitung", Macmillan, S. Fischer, Rowohlt) ihre Hoffnung auf, die gegenüber Facebook abgeschlagenen Netzwerke loszuwerden. Weder unter Medienunternehmen noch privaten Investoren im In- und Ausland hatte es Gebote gegeben, die bei Holtzbrinck für akzeptabel gehalten wurden.

Punkten sollten die VZ-Netzwerke zuletzt vor allem mit besonders datenschutzfreundlichen Einstellungen, vor allem für das von den anderen beiden Netzwerken abgekoppelte SchülerVZ für jüngere Mitglieder. Holtzbrinck hatte die von einem Berliner Start-up gegründete Online-Community Anfang 2007 für 85 Millionen Euro gekauft und später durch MeinVZ und SchülerVZ erweitert.

Wie es in dem Magazin-Bericht heißt, werde StudiVZ, dessen Mitgliederzahl schrumpft, in diesem Jahr voraussichtlich einen Gewinn ausweisen. In spätestens drei Monaten soll die Website relauncht werden. Ein Holtzbrinck-Manager wird mit den Worten zitiert: "Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt."

ore