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Watchever: Der Herausforderer

Video-Streaming im Test  Das taugt das Watchever-Angebot

Der französische Dienst Watchever  ist der Herausforderer. Preislich hat sich der Dienst mit 8,99 Euro für die VoD-Flatrate zwischen Lovefilm und Maxdome positioniert.

Wie seine Konkurrenten trennt auch Watchever Filme (2279 Titel zum Testzeitpunkt) von TV-Inhalten (272 Titel, viele Serien, unter anderem die neue Staffel von "Breaking Bad"). Direkt fällt allerdings das qualitative Gefälle auf: Unter den Inhalten, die im Rahmen der Flatrate zu haben sind, finden sich auf Anhieb vergleichsweise viele attraktive Titel. Es gibt mehr Blockbuster als bei Lovefilm, wenn auch nicht so viele wie bei Maxdome - dafür muss man sie aber auch nicht gesondert bezahlen.

In Sachen Präsentation hat Watchever klar die Nase vorn. Trash und Ladenhüter sind hinreichend weit im Angebot vergraben, zuvorderst begegnet man stattdessen attraktiveren Inhalten. Auch im TV-Bereich findet man angesagte aktuelle Serien, die hier und da über das, was alle haben, hinausgehen (Beispiele: "Mad Men" oder der Klassiker "The Wire").

Wirklich gut ist das Handling des Dienstes. Die Suchfunktion unterstützt den Nutzer schon bei der Eingabe mit sinnvollen Vorschlägen. Der Player bietet zwar keine Kapitelstruktur an, lässt den Nutzer aber nach Belieben zwischen Sprach-Tonspuren wechseln, wann immer er will. Untertitel bietet Watchever allerdings nicht.

Unterbricht man ein Video, bekommt man beim nächsten Einloggen das Angebot, an der Stelle wieder in den Film einzusteigen, an dem man ihn abgebrochen hatte - und zwar unabhängig vom Empfangsgerät. Man kann also eine Folge auf dem Fernseher beginnen und in der U-Bahn sitzend auf dem Smartphone beenden. So muss das sein.

Ein besonderes Bonbon: Im "Offline-Modus" kann man einen Film quasi als Konserve für 30 Tage mitnehmen, muss ihn nach dem ersten Anklicken aber binnen 48 Stunden "konsumieren", sonst läuft er ab. Das macht den Dienst als einzigen im Konkurrenzumfeld nicht nur "Urlaubs-kompatibel", sondern ermöglicht auch eine mobile Nutzung ohne aktive Internetverbindung. Im Ausland kann man aber nicht neue Filme abrufen - die muss man vorher von einer deutschen IP-Adresse aus herunterladen.

Das ist stark an Watchever:

  • größte Auswahl attraktiver Filme in einem Flatrate-Paket
  • viele HD-Inhalte (bis 1080p)
  • beste Unterstützung mehrsprachiger Versionen, viele Originaltonspuren
  • Plattformwechsel im laufenden Film
  • Offline-Modus (Zwischenspeicherung von Inhalten)
  • im Vergleich preiswert: 8,99 Euro/Monat

Das ist schwach an Watchever:

  • keine nennenswerten Schwächen, die über die VoD-typische "Blockbuster-Lücke" hinausgehen: Die ist bei Watchever allerdings kleiner als bei der Konkurrenz


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