Neue Fotos für Wikipedia Wikimedia Frankreich startet Käse-Crowdfunding

Vom Kartoffelsalat bis zum Jesus-Sandwichtoaster wurde schon vieles per Crowdfunding finanziert. Jetzt bittet auch Wikimedia Frankreich online um Spenden: Ziel der Aktion sind frische Käsefotos fürs Online-Lexikon Wikipedia.
"Wikicheese"-Spendenaufruf: Neue Käsebilder braucht das Netz

"Wikicheese"-Spendenaufruf: Neue Käsebilder braucht das Netz

Die französischen Käsesorten Comté und Camembert sind relativ bekannt. Aber wie sieht eigentlich ein schwarzer Brie aus, wie eine Couronne Lochoise oder der Grès des Vosges? Der französische Ableger von Wikimedia, der Förderorganisation der Online-Enzyklopädie Wikipedia, hat unter dem Motto "Wikicheese" einen Spendenaufruf gestartet , um die Artikel zu Käsesorten aufpolieren zu können.

Mindestens 5000 Euro will Wikimedia sammeln, um 200 oder noch mehr Käsesorten mit frischen Bildern versehen zu können. Weil die Käse-Artikel auch inhaltlich angereichert werden sollen, ist auch die Anschaffung von Büchern über Käse geplant. Wer "Wikicheese" mit einer Kleinspende unterstützt, wird von Wikimedia Frankreich zu Treffen eingeladen, bei denen der Käse fotografiert und anschließend verkostet wird.

"Es ist das erste Mal, dass wir für ein solches Projekt zu Crowdfunding aufrufen", sagt die Leiterin von Wikimedia Frankreich, Nathalie Martin. "Wir wollen damit auch eine neue Zielgruppe erreichen, indem die Spender bei den Foto-Aufnahmen mitmachen." Bis Donnerstagnachmittag wurden dem Projekt auf der französischen Crowdfunding-Seite Kisskissbankbank schon 2500 Euro an Spenden zugesichert. Die Bilder, die bei der Aktion entstehen, sollen später unter freier Lizenz ins Netz gestellt werden.

Kuriose Crowdfunding-Projekte wie die Wikimedia-Aktion sind auf Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo keine Seltenheit. So sammelte etwa ein Amerikaner mit dem Künstlernamen Zack Danger Brown 55.492 Dollar für einen Kartoffelsalat. Und sogar für die Produktion des Sandwichgeräts "Grilled Cheesus", das das Antlitz von Jesus auf den Toast bringt, kamen online über 25.000 Dollar zusammen .

mbö/AFP

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