Testversion geplant Windows-8-Nachfolger soll Anfang 2015 kommen

Microsoft arbeitet offenbar intensiv an Windows 9. Insider berichten, eine Vorabversion des neuen Betriebssystems werde im Herbst bereitstehen. Das Update soll wieder besser mit Tastatur und Maus klarkommen.

Windows-Logo (Archivbild): Bald mit Mini-Start-Menü?
AFP

Windows-Logo (Archivbild): Bald mit Mini-Start-Menü?


Das im Herbst 2012 veröffentlichte Windows 8 ist kein Hit: Mit einem Marktanteil von etwas über zwölf Prozent liegt es heute immer noch weit hinter seinem Vorgänger Windows 7 (weltweit über 50 Prozent). Der seit April nicht mehr gepflegte Oldtimer Windows XP läuft immer noch auf etwa einem Viertel aller PC.

Um das zu ändern und mehr Kunden zum Umstieg auf aktuelle Software zu motivieren, arbeitet Microsoft offenbar intensiv an der nächsten Windows-Version. Die in Sachen Windows für gewöhnlich gut informierte Mary Jo Foley von "ZDNet" berichtet aktuell: Das neue Windows soll im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen. Erste Vorabversionen dürften demnach schon im Herbst 2014 zum Ausprobieren bereitstehen.

Ob die neue Software aber wirklich Windows 9 heißen wird, stehe noch nicht fest, der Codename des Projekts ist "Threshold" (Grenze, Schwelle) - in Anlehnung an ein Xbox-Spiel.

Der wohl größte Hemmschuh von Windows 8 war die zu einseitig auf Touch-Geräte zugeschnittene Benutzeroberfläche Metro (heute heißt es Modern UI). Viele Nutzer herkömmlicher PC und Notebooks kamen damit nicht gut zurecht. Dennoch setzt Microsoft weiter darauf - zumindest teilweise.

Mit Mini-Start-Menü

Denn laut "ZDNet" soll das neue Windows in mehreren Varianten, die an die entsprechende Hardware angepasst sind, ausgeliefert werden. Wer also einen Desktop-Rechner oder ein Notebook kauft, bekommt eine Version mit der klassischen Desktop-Ansicht. Nutzer von Tablets und anderen Geräten mit einem kleineren Bildschirm als zehn Zoll sehen die Touch-Optik. Für Hybridgeräte, die wahlweise als Tablet oder als Notebook nutzbar sind (wie zum Beispiel das Lenovo IdeaPad Yoga) wird es eine Umschaltoption geben - im Betrieb mit Tastatur und Maus wechselt man in den Desktop-Modus.

Eine weitere Neuheit laut "ZDNet": das Mini-Start-Menü. Mit ihm will Microsoft angeblich eine kompakte und individuell anpassbare Variante des Startmenüs, einführen, das viele im ursprünglichen Windows 8 schmerzlich vermisst haben. Der US-Blogger Paul Thurrott glaubt jedoch, dass das neue Startmenü schon in diesem Sommer per Update in Windows 8.1 eingepflanzt werden könnte.

Es ist wahrscheinlich, dass auch die im Mai gezeigte, für die Stiftbedienung optimierte Office-Suite (Codename Gemini) mit Threshold ausgeliefert wird. Inwiefern ihre Oberfläche sich von "Office Mobile" für Apples iPad unterscheiden wird, ist aber noch unbekannt.

Auch Preise stehen noch nicht fest. Es ist aber zu erwarten, dass das Update auf Windows 9 für Nutzer von Windows 8 kostenlos sein wird. Und möglicherweise auch für Windows-7-User, denn das ist die Zielgruppe, die Microsoft ansprechen muss.

abr



insgesamt 30 Beiträge
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meckerziege24 01.07.2014
1. .
" Das Update soll wieder besser mit Tastatur und Maus klarkommen." Das wird ja ein ein richtige Apple-Killer
armi-nator 01.07.2014
2. Microsoft, geh einfach in Rente
Mehr als Windows 7 und Office 2003 braucht kein Mensch, und besser wirds auch nicht mehr.
karlsiegfried 01.07.2014
3. Die Gelddruckmaschine wird angeworfen
Immer schöner, immer besser, immer umständlicher, immer teurer. Was @ 2. sagt ist total richtig. Selbst Office 2007 ist schon viel zu kompliziert für den Normlverbraucher. 80% der Funktionen überflüssig.
nsa 01.07.2014
4.
Zitat von armi-natorMehr als Windows 7 und Office 2003 braucht kein Mensch, und besser wirds auch nicht mehr.
Das entscheidest aber nicht du sondern das Microsoft-Marketing. Und wenn 2020 der Windows-7-Support ausläuft, wirst auch du upgraden.
Fritz.A.Brause 01.07.2014
5. Aha!
Zitat von meckerziege24" Das Update soll wieder besser mit Tastatur und Maus klarkommen." Das wird ja ein ein richtige Apple-Killer
Wusste gar nicht, dass Microsoft im Betriebssystemmarkt mit Apple konkurriert, oder gar ein Apple-Killer sein will. Wäre es nicht etwas dumm, ein Betriebssystem killen zu wollen, dessen installierte Stückzahl schlicht vernachlässigbar ist? Wozu der Aufwand gegenüber einem nicht-Konkurrenten? Wenn Microsoft Apple hätte killen wollen, dann hätte sich Bill Gates 1997 schlicht die Kapitalspritze an Apple, von immerhin 150 Millionen Dollar verkneifen müssen.
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