"Game of Thrones" und "Breaking Bad" Parodien im Pixel-Look

"Game of Thrones"-Logo: Einen Monat lang hat der Künstler an dem Video gefeilt

"Game of Thrones"-Logo: Einen Monat lang hat der Künstler an dem Video gefeilt

Foto: Doctor Octoroc

Wenn Doctor Octorocs Figuren über den Bildschirm zappeln, wirkt selbst die Fantasy-Saga "Game of Thrones" eher putzig als brutal. Mit 16-Bit-Videos parodiert der Amerikaner bekannte Serien im Stil von Konsolenklassikern der Achtziger.

Doctor Octoroc heißt eigentlich Levi Buffum und lebt in Philadelphia. Die Pixelvideos im Retro-Look produziert er vor allem für die US-Comedytruppe CollegeHumor, deren YouTube-Kanal mehr als neun Millionen Nutzer abonniert haben. Die Vorlagen für seine Videos sind fast immer bekannte US-Serien und Hollywood-Filme.

Einer von Buffums Clips widmet sich "Game of Thrones": In der Pixelvariante der Serie - die diverse Spoiler enthält! - vergießen die Charaktere kein Blut, sondern verlieren lediglich Lebenspunkte. Auch die Sexszenen sind eher harmlos: Mehr als nebeneinander wackelnde Figuren gibt es nicht zu sehen - dafür jede Menge sarkastische Sprüche und Seitenhiebe.

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Als Inspiration für seinen Pixel-Look nennt Buffum die Erfahrungen mit seiner ersten Spielekonsole, die sein Großvater ihm und seinem Bruder in den Achtzigerjahren geschenkt hat. "Videospiele waren ein wichtiger Teil meiner Jugend", sagt der Videokünstler, der auch schon "Breaking Bad" parodiert hat, ebenfalls mit diversen Spoilern:

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Die Auswahlbox mit den guten Hauptfiguren ist beim Spielstart leer, die Box mit den bösen Charakteren auch. Bleibt nur der Klick auf Figuren, die moralisch schwer einzuordnen sind - und das sind in diesem Fall alle. Mit wenigen Bildern gelingt es Levi Buffum elegant, die Zwischentöne der Serie einzufangen.

Buffum bastelt Charaktere mit Photoshop

Buffum ist Auftragskünstler, bei seinen Parodien orientiert er sich an den Drehbüchern, die ihm seine Auftraggeber zusenden. Die besonderen Merkmale der Charaktere arbeitet er anhand der Filmvorlagen heraus, bevor er die Figuren in Photoshop zeichnet. Dann komponiert Buffum die piepsigen Midi-Sounds und animiert die Figuren mit Adobe Flash.

In der Regel kennt Levi Buffum den Inhalt der Serien, die er in Pixelvideos verwandeln soll. "Manchmal bekomme ich aber auch ein Skript für eine Sendung, die ich noch nicht gesehen habe. Dann schaue ich mir das komplette Ding an."

Buffums 16-Bit-Videos sind meistens nur wenige Minuten lang. Trotzdem sind die Clips viel Arbeit: An einem Fünf-Minuten-Film arbeitet der Designer mindestens einen Monat lang.

Auch seine anderen Clips sind sehenswert

Levi Buffum hat noch weitere Clips im Programm, in denen er Serien mit seiner Pixelbehandlung würdigt. Auch hier warnen wir ausdrücklich vor möglichen Spoilern zur Serienhandlung.

"Homeland"-Parodie von CollegeHumor

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Im Tetris-Stil purzeln die Pillen herab und entscheiden über das Schicksal von Carrie Mathison. Wird die Hauptfigur der Serie "Homeland" bei Verstand bleiben oder vollkommen durchdrehen? Sobald sich die Pixelpillen bis an die Decke stapeln, ist es um die die psychotische Agentin geschehen. Der Clip zeigt die emotionale Achterbahnfahrt  der Serienheldin im Schnelldurchlauf.

"Lost"-Parodie von CollegeHumor

Guter Plot, schlechter Plot: Bei diesem Video  lässt es sich der Pixelkünstler nicht nehmen, einzelne Folgen der Mystery-Serie "Lost" zu bewerten. Einige Geschichten hält der Künstler offenbar für durchaus verzichtbar. Denn es dauert nur knapp sechs Minuten, bis die komplexe Geschichte erzählt ist. Wer also nach ein paar Staffeln ausgestiegen ist: Im Pixelvideo gibt es die Auflösung zu sehen.


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