Social Media YouTube ist der Vatikan der Verschwörungstheorie

Wie Menschen in die Welt der Verschwörungstheorien geraten und was dabei in ihnen vorgeht, hat Sascha Lobo anhand von 9/11 erklärt. Im Podcast greift er die Reaktionen seiner Leserschaft auf.

"Die Wahrheit über 9/11": Rund um das eingestürzte World Trade Center in New York sind zahlreiche Verschwörungstheorien entstanden
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"Die Wahrheit über 9/11": Rund um das eingestürzte World Trade Center in New York sind zahlreiche Verschwörungstheorien entstanden


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #110 - 9/11 und Social Media: Mit zwölf Schritten in die Verschwörungsgalaxie

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 sind in der Ära der sozialen Medien die wichtigste Einstiegsdroge für Verschwörungstheoretiker, schreibt Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne "Mit zwölf Schritten in die Verschwörungsgalaxie". Sätze wie "Die Wahrheit über 9/11" würden die Neugier wecken, bald darauf folgten "Zweifel an der offiziellen Version".

Gutgläubigkeit, soziale Verstärkung, Anerkennung und Immunisierung: Viele der Mechanismen, die beim Publikum greifen, seien wissenschaftlich gut untersucht. Mit YouTube und anderen sozialen Medien seien außerdem wahre "Radikalisierungsmaschinen" hinzugekommen. Deshalb sei die Verwandlung zum Verschwörungstheoretiker oftmals "unumkehrbar".

Im Podcast zur Kolumne beschäftigt sich Lobo mit den Zuschriften und Kommentaren seiner Leserinnen und Leser.

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insgesamt 22 Beiträge
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Allein-Unter-Welpen 15.09.2019
1. Mit Verschwoerungstheoretiker hat schon das FBI jene diskreditiert
die an der offiziellen Kennedy-Attentats-Version zweifel hegten. Sascha Lobo hat das gelernt: brav den Worten von Praesident Bush folgen - "Verschwoerungstheorien" keinen Glauben schenken! Und was sagt Herr Lobo denn zu der den damaligen Massenvernichtungswaffen die von FBI Direktor Mueller bei Saddam verortet wurden? Warum hat man die denn nicht gefunden? Mueller wird doch nicht etwa gelogen haben? Und wenn doch - koennte es sein das der offizielle 9/11 Report vom NIST auch eher "frei erfunden" ist? Aber Nein - das sind alles boese Verschwoerungstheorien. Garnicht erst anfangen nachzudenken - sonst kann man nachher seinen Job nicht mehr machen...
oldisepp 15.09.2019
2. Warum abonnieren ??
Warum sollte man sich so etwas abonnieren. Da bieten die freien Medien viel mehr, haben ja schon einige Journalisten vor gemacht, die einmal einen falschen Bericht geliefert hatten und dann selbst geliefert waren. Da halte ich es mit einen meiner Vorbilder Udo Ulfkotte, der leider nicht mehr unter uns ist, und dann lebhaft berichtet hat, ein Journalist im System zu sein. Ach ja stimmt, ich habe das Framing vergessen, er ist ein Verschwörungstheoretiker.
sans_words 16.09.2019
3. Vielschichtig mit einem Manko
Sascha Lobo analysiert den Verschwörungstheoretiker vielschichtig und belegt seine einzelnen Thesen jeweils durch geeignete Studien oder Zitate von bekannten Philosophen. Gleichzeitig macht er Werbung für sein neu erschienenes Buch. Leider ist seine Argumentation in sich unlogisch. Folgende Hauptaussagen sind im Podcast enthalten: - Man soll keinen Verschwörungstheorien anhängen. - Man soll die sachliche Diskussion über entsprechende Sachverhalte meiden. - Man soll skeptisch gegenüber jeglichen Nachrichten sein. Seit Kant sind wir bekannterweise aufgeklärt und daher skeptisch. Wie sollen wir nun selbst entscheiden, welche Theorie eine Verschwörungstheorie ist, wenn wir doch sachliche Diskussionen meiden sollen?
polza_mancini 16.09.2019
4.
Zitat von oldiseppWarum sollte man sich so etwas abonnieren. Da bieten die freien Medien viel mehr, haben ja schon einige Journalisten vor gemacht, die einmal einen falschen Bericht geliefert hatten und dann selbst geliefert waren. Da halte ich es mit einen meiner Vorbilder Udo Ulfkotte, der leider nicht mehr unter uns ist, und dann lebhaft berichtet hat, ein Journalist im System zu sein. Ach ja stimmt, ich habe das Framing vergessen, er ist ein Verschwörungstheoretiker.
Rechts"populist" Udo Ulfkotte als Vorbild? Der mit dem Kopp-Verlag als Adresse? Der von Shell bezahlte Miet-Journalist? Wow, wenn DAS Ihre Ansprüche an freie Presse und gute Recherche sind, dann sollten Sie sich nicht wundern, wenn man Sie auch in die Aluhut-Ecke stellt...
rwachsmu 16.09.2019
5. Die Mächtigen brauchen Leichtgläubige
Der leichte Glaube ist ein billiges Gefühl. Man glaubt das, was man erzählt bekommt, in den Kanälen und von den Vermeldern, denen man vertraut. Glauben heißt nicht Wissen. Vertrauen muss man sich verdienen, sagt man gemeinhin. Wie verdient sich ein Kanal, ein Vermelder, Vertrauen? Seriöser Auftritt, Sachlichkeit, Neutralität? Wer soll das als Einzelner überprüfen und wie soll er es überprüfen? Das sind schon Fragen, die sich die Leichtgläubigen nicht stellen. Die Gründe sind mannigfaltig. Desinteresse, Oberflächlichkeit, mangelnde Bildung und damit Unvermögen. Sich selbst ein Bild machen, Meldungen analysieren, wenigstens in dem eigenen Rahmen und mit den eigenen Möglichkeiten, ist nicht so einfach. Wer erzählt mir was warum? Die meisten haben diese Grundmuster kritischen Hinterfragens nicht gelernt. Aber hin und wieder kommen Fragen auf, die auch den Leichtgläubigen staunen oder besser zweifeln lassen. Da fängt auch der an Fragen zu stellen und dann findet der vielleicht Antworten, die im Widerspruch zu den Kanälen und Vermeldern stehen, denen er bisher vertraut hat. Da wirds gefählich, aber für wen? Dafür gibt es die pauschale Diskreditierung mit dem Begriff Verschwörungstheorie. Ja, es gibt Behauptungen, die sind so unausprechlich doof und falsch, dass es schmerzt. Die gespielte Mondlandung z. Bsp. Nineeleven, soweit man behauptet, dass wäre garnicht AQ gewesen. Das Problem mit der Stigmatisierung Verschwörungstheorie ist, dass man den eigentlich sachlichen Begriff mit Spinnereien assoziiert. New speak ala Orwell. Man sollte den Begriff aus der Diskussion verbannen. Jede Behauptung, jeder Sachverhalt in seinem Kontext, muss untersucht werden, soweit objektiv wie möglich. Herr Lobo macht genau das Gegenteil. Er hilft dabei, den Begriff Verschwörungstheorie als HaltdieFresseKnüppel zu manifestieren, damit diejenigen, denen das hilft, diesen einsetzen können. Gegen Andersdenkende, Kritiker, die sich nicht mit dem unaussprechlich Doofen befassen, die gefährlich werden können. Vielen Dank für Nichts Herr Lobo.
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