Das Netz hat Fragen Was machen Influencer eigentlich den ganzen Tag?

Warum sind auf Instagram alle schön? Ab wann ist man Influencerin? Wie wird man Webstar? Im "Netzteil"-Podcast antwortet die 24-jährige YouTuberin Lisa Sophie Laurent, die seit zehn Jahren im Netz erfolgreich ist.

YouTuberin und Autorin Lisa Sophie Laurent
Jürgen Schwarz / imago images

YouTuberin und Autorin Lisa Sophie Laurent

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Netzteil-Podcast - Das Netz hat Fragen ... zu YouTube und Influencern

Lisa Sophie Laurent ist mit YouTube erwachsen geworden. Nicht als Zuschauerin, sondern mit ihrem Kanal "ItsColeslaw". Die 24-Jährige ist seit zehn Jahren auf YouTube erfolgreich - und mittlerweile längst auch auf Instagram.

Denn die Übergänge zwischen YouTube-Stars und Influencern sind fließend. Laurent ist mittendrin - und gleichzeitig eine Außenseiterin. Sie ist eine der wenigen deutschen YouTuberinnen, die ihren Fans kein Make-up und keinen Duschschaum andrehen will und keine Haar-Tutorials hochlädt. Stattdessen feiert sie das Unperfekte, spricht über Depressionen oder die Menstruationstasse und fordert mit bewusst unvorteilhaften Postings #mehrrealitätaufinstagram.

Kann man so überhaupt erfolgreich werden im Netz? Ab wann ist man eigentlich Influencer? Und was machen die den ganzen Tag eigentlich? Das Leben der Plattform-Stars fasziniert viele Nutzer, vor allem die jungen. Das zeigen Fragen auf Seiten wie Gutefrage.net oder Reddit.

Um echte Fragen aus dem Netz zu beantworten, hat Netzwelt-Redakteurin Angela Gruber Laurent ins Podcast-Studio nach Hamburg geholt - für die neueste Folge "Netzteil".

Darum geht es im "Netzteil"

Diese Episode ist die zweite der dritten Staffel des Podcasts "Netzteil", in dem sich die Redaktion des Netzwelt-Ressorts verschiedenen Tech-Themen widmet. In Staffel drei geht es um echte Fragen von Internetnutzern zu Themen wie Datenschutz, künstliche Intelligenz, Influencer oder Kryptowährungen. Die Redaktion beantwortet die Fragen aus dem Netz zusammen mit Experten.

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Zum Nachhören: Das war Folge 1 zum Darknet

Netzteil-Podcast - Das Netz hat Fragen ... zum Darknet



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
graealex 23.10.2019
1. Erfolgreich im Netz
Mit lediglich 340K Subscribern auf YouTube ist das Wort "erfolgreich" etwas gewagt. Vor allem wenn das das Ergebnis von 10 Jahren Bemühung ist. Das schaffen genügend Channels mit einem Dutzend Videos in wenigen Monaten hin. Und für ein vernünftiges Einkommen reicht es dann aber trotzdem nicht. Schon gar nicht, wenn die meisten Videos unter 50K Views rumdümpeln.
j.vantast 23.10.2019
2. Problematisch
Durch die andauernde Verbreitung des Gerüchts man könne über Youtube oder Instagram reich werden erhält man eine junge Generation die meint, das Geld fiele einem durch Nichtstun in den Schoss. Aber irgendwann wird man begreifen dass diese ganze "Influencerei" nichts bringt, erst recht nicht wenn es bald jeder macht. Irgendjemand muss die ganzen beworbenen Produkte nämlich auch kaufen damit sich die Werbeausgaben rechnen. Nirgendwo auf der Welt wird so viel Geld verbraten wie in der Werbung. Aber wie Henry Ford schon sagte: 50% meiner Ausgaben für Werbung sind sinnlos, ich weiss nur nicht welche 50%.
t-notifications 23.10.2019
3. Subs?
Es gibt noch ein paar veröffentlichte Bücher und Arbeiten für die Öffentlich-Rechtlichen. Die Anzahl der Subs ist auch viel weniger relevant als die Anzahl der Views, wo sie durchaus welche im Millionenbereich hat. Offenbar kann man damit über die Runden kommen. Die Erstellung von Videoproduktionen ist übrigens nichts, was "Nichtstun" ist.
sponuser936 23.10.2019
4. Influencing ist Schleichwerbung
Im Prinzip ist Influencing nichts anderes als die geschickte Platzierung von Schleichwerbung durch eine Person, die mit vermeintlicher Expertise das Vertrauen der Follower gewonnen hat Schleichwerbung ist in D verboten. Ob und wann genau Werbung anfängt und aufhört bei influencern, ist nach wie vor unklar aufgrund fehlender Rechtsprechung. Meiner Meinung nach sollte ALLES, was Influencer posten, als Werbung gekennzeichnet werden, denn oftmals wird - wie auch bei Lisa Sophie Laurent - eine Art "schillerndes Leben" dargestellt, welches wohl stark von ihrem "echten" Leben abweichen dürfte, aber von den Followern für nachahmenswert und echt empfunden wird, was den Einfluss und natürlich auch die Werbewirkung noch weiter verstärken soll. Ein negativer Nebeneffekt hiervon ist übrigens, dass bei vielen Followern der Eindruck entsteht, jeder könne ein Star werden und auch davon leben.
draco20007 23.10.2019
5.
Zitat von j.vantastDurch die andauernde Verbreitung des Gerüchts man könne über Youtube oder Instagram reich werden erhält man eine junge Generation die meint, das Geld fiele einem durch Nichtstun in den Schoss. Aber irgendwann wird man begreifen dass diese ganze "Influencerei" nichts bringt, erst recht nicht wenn es bald jeder macht. Irgendjemand muss die ganzen beworbenen Produkte nämlich auch kaufen damit sich die Werbeausgaben rechnen. Nirgendwo auf der Welt wird so viel Geld verbraten wie in der Werbung. Aber wie Henry Ford schon sagte: 50% meiner Ausgaben für Werbung sind sinnlos, ich weiss nur nicht welche 50%.
Das "Nichts-Tun" ist halt schon die grundlegend falsche Darstellung. Das geht eben NICHT mit Nichts-Tun, sondern ist harte Arbeit. Es geht nicht "ich stelle jeden Tag ein Selfi auf Instagram" oder "Ich zocke einfach und lasse mir zuschauen". Eine echte Fangemeinde aufbauen ist Arbeit. Beispiel YouTuber. Täglich ein 15-30 Minuten Video zu veröffentlichen ist ein absoluter Fulltime-Job. Und "Urlaub" kann die Existenz gefährden, weil sich die Fans abwenden, wenn sie nicht ihre tägliche Dosis bekommen. Also WENN die junge Generation den Eindruck bekommt Influencer bekommen Geld fürs Nichts-Tun, dann ist die Annahme schlicht falsch.
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