Zeus-Botnet FBI setzt Kopfgeld auf mutmaßlichen Administrator aus

Das FBI bietet eine Belohnung in Höhe von drei Millionen Dollar für Hilfe bei der Suche nach einem Hacker. Er soll mehr als eine Million Rechner infiziert haben. Seine Verhaftung ist jedoch unwahrscheinlich.

Öffentliche Suche auf der FBI-Seite: Das höchste Kopfgeld, das jemals auf einen Hacker ausgesetzt wurde

Öffentliche Suche auf der FBI-Seite: Das höchste Kopfgeld, das jemals auf einen Hacker ausgesetzt wurde


Zu Anfang des Jahrzehnts machte das Zeus-Botnet Schlagzeilen, dessen Betreiber ihre Dienste teuer an Kriminelle verkauften. Nun hat das FBI ein Kopfgeld von drei Millionen Dollar ausgeschrieben, um den mutmaßlichen Administrator des Gameover-Zeus-Botnets zu ergreifen. Bei dem Gesuchten handelt es sich um den Russen Jevgeni Michailowitsch Bogatschew. Ihm wird vorgeworfen, für die Infektion über einer Million Computern und einen entstandenen Schaden von 100 Millionen Dollar verantwortlich zu sein.

Primäres Angriffsziel des Schadprogramms namens Gameover Zeus soll Online-Banking gewesen sein, entsprechende Nutzer-Accounts seien mithilfe zuvor erschnüffelter Login-Daten gekapert und geschädigt worden, erklärte das FBI am Dienstag in einer Mitteilung.

Daneben machen die US-Behörden Bogatschew auch für die CryptoLocker-Masche mitverantwortlich. Dabei wurden befallene Rechner gesperrt und erst gegen ein Lösegeld wieder freigeschaltet. "Zwar ist es uns gelungen, die kriminellen Geschäfte in Verbindung mit Gameover Zeus und CryptoLocker zu unterbinden, doch bislang haben wir Bogatschew selbst noch nicht zur Rechenschaft ziehen können", so die stellvertretende US-Justizministerin Leslie Caldwell.

Als derzeitigen Aufenthaltsort Bogatschews vermutet das FBI vor allem Russland, was dessen baldige Ergreifung schwierig machen dürfte.

Nachdem es den Behörden im Sommer 2014 in einer länderübergreifenden Aktion gelungen war, das zu Gameover Zeus gehörige Botnet zum Erliegen zu bringen und 300.000 Computer zu befreien, hatten die US-Behörden ein Verfahren gegen den Russen eingeleitet. Die nun ausgesetzte Millionenprämie ist laut "Heise" die höchste, die je für einen Hacker ausgeschrieben wurde. Damit nicht genug, hat es Bogatschew außerdem auf die FBI-Liste der meistgesuchten Personen geschafft.

meu



insgesamt 2 Beiträge
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specialsymbol 25.02.2015
1. Verhaftung unwahrscheinlich?
Vermutlich sitzt der Administrator bei der NSA.. ja, da wird die Verhaftung unwahrscheinlich. Aber gerade sind unsere Regierungen ja fleißig dabei durch Geheimdienste begangene Straftaten offiziell straffrei zu stellen. Erweitert auf die echte Welt kommt jetzt also doch die Lizenz zum Töten.
wll 25.02.2015
2. Kein Titel
Zitat von specialsymbolVermutlich sitzt der Administrator bei der NSA.. ja, da wird die Verhaftung unwahrscheinlich. Aber gerade sind unsere Regierungen ja fleißig dabei durch Geheimdienste begangene Straftaten offiziell straffrei zu stellen. Erweitert auf die echte Welt kommt jetzt also doch die Lizenz zum Töten.
Selten so ein wirres Zeug gelesen. Die NSA mag ja vieles machen, aber auf Betrug beim Online-Banking und den Versand von Spam-Mails sind die bei ihrem Budget nun wahrlich nicht angewiesen. Ganz davon abgesehen, dass deren Trojaner um einiges ausgefeilter als der doch eher primitive Zeus sind. Und wen die NSA oder andere Geheimdienste hierzulande angeblich straffrei töten, wird wohl auch Ihr Geheimnis bleiben...
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