KI-Kunst Diese App verschmilzt Taylor Swift mit einem Weihnachtsbaum

»Wombo Dream« soll beweisen, dass eine künstliche Intelligenz richtig gut malen kann. Wir haben's ausprobiert.
Von »Wombo Dream« erstelltes Bild: Das passiert, wenn die KI-App die Sängerin Taylor Swift mit Weihnachtsthemen verbindet

Von »Wombo Dream« erstelltes Bild: Das passiert, wenn die KI-App die Sängerin Taylor Swift mit Weihnachtsthemen verbindet

Foto: Wombo

Für diese Kunstwerke braucht man keinen Pinsel. Bei »Wombo Dream« reicht es aus, ein paar Stichworte zu nennen, schon beginnt die App mit ihrer künstlichen Intelligenz (KI), daraus mal wirre, mal fantastische Digitalgemälde zu zaubern.

Dass künstliche Intelligenzen gut malen können , ist nicht neu. Doch so einfach wie mit »Wombo Dream« war es nie, ein Kunstwerk von einer Software anfertigen zu lassen. Die App benötigt lediglich ein paar Begriffe, die das Bild beschreiben sollen. Wenige Sekunden später spuckt sie einen eingemauerten Comic-Trump, eine Fantasielandschaft aus Hulk-Gesichtern oder Taylor Swift als Weihnachtsbaum aus.

Die Gemälde sind ziemlich abstrakt, doch oft erstaunlich ästhetisch. Bis zu 100 Zeichen dürfen Nutzerinnen und Nutzer in das Feld mit den Stichwörtern eintragen. Das reicht für zehn oder mehr Begriffe, die sich später als Fragmente im fertigen Bild erahnen lassen – manchmal. Zudem stehen elf Filter zur Auswahl, die den Bildstil vorgeben, darunter »Steampunk«, »Mystical« und »Psychic«. Auch ein Weihnachtsfilter lässt sich aktivieren, der Formen von Christbaumkugeln, Schneeflocken und Geschenkestapeln ins Bild mogelt.

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Wombo Dream: Diese App macht Kunst aus Keywords

Foto: Wombo

Die Kunstsoftware steht sowohl für iOS  als auch für Android  kostenlos zum Download bereit. Selbst im Browser  lassen sich die KI-Kunstwerke erzeugen. Wie schon die Schwester-App »Wombo«, die Selfies zum Singen bringt, bekommt die Anwendung mit knapp fünf Sternen in beiden App Stores fast durchgehend Bestnoten. An vielen Orten im Netz stellen Nutzerinnen und Nutzer ihre digitalen Kunstwerke zur Schau. Sie entwerfen Wallpaper mit Marvel-Helden , laden quietschbunte Lady-Gaga-Poster  hoch und zeigen Bilder, die den Schauspieler Danny DeVito zeigen sollen.

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Bemerkenswert: Duplikate kommen so gut wie nie vor. Laut den Entwicklern kann die App Milliarden unterschiedlicher Bilder erstellen. Selbst wenn man immer wieder dieselben Begriffe eingibt, sieht das Ergebnis jedes Mal anders aus. Wer etwa »Cristiano Ronaldo« eingibt, erkennt zwar am weißen Trikot und der Pose den Fußballstar, doch der Bildaufbau und die Farben werden stets neu kreiert, sodass nie dasselbe Gemälde herauskommt.

Wie ihre die Software funktioniert, wollen die kanadischen Entwickler nicht verraten. Auf eine Anfrage des SPIEGEL haben sie nicht geantwortet. Das Technikportal »The Next Web«  geht davon aus, dass »Wombo Dream« die Open-AI-Technologie Clip  verwendet, um mithilfe künstlicher neuronaler Netze die Suchbegriffe passenden Bildern zuzuordnen. Mithilfe einer VQGAN genannten Technologie , die Forscher der Uni Heidelberg entwickelt haben, sollen daraus schließlich künstliche Fotos erzeugt werden.

Bisher ist die App noch kostenlos. Doch wie bei der Selfie-App »Wombo« ist nicht ausgeschlossen, dass die Entwickler später auf ein Abomodell umschwenken. Wer alle Funktionen freischalten will, würde dann einen monatlichen Beitrag zahlen müssen.

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