Videokonferenz-App Google verbannt Zoom-Software von Arbeitscomputern

In der Coronakrise ist die Konferenz-App Zoom extrem beliebt. Zugleich häufen sich Berichte über Sicherheitslücken. Nun dürfen Google-Mitarbeiter den Dienst nicht mehr auf ihren Arbeitsrechnern verwenden.
Zoom-Logo: Das Desktop-Programm genüge nicht Googles Sicherheitsanforderungen, erklärt der Konzern

Zoom-Logo: Das Desktop-Programm genüge nicht Googles Sicherheitsanforderungen, erklärt der Konzern

Foto: OLIVIER DOULIERY/ AFP

Google blockiert die Software des Videokonferenz-Dienstes Zoom auf den Computern seiner Mitarbeiter, nachdem diverse Sicherheitslücken und Datenschutz-Probleme bekannt wurden. Das Desktop-Programm genüge nicht Googles Sicherheitsanforderungen, sagte Sprecher Jose Castaneda. Die Mitarbeiter könnten aber weiterhin Zoom privat im Webbrowser oder auf Smartphones und Tablets nutzen. Als Erstes hatte "Buzzfeed"  darüber berichtet.

Über die App Zoom lassen sich Videokonferenzen auch mit 100 Teilnehmern gleichzeitig organisieren. In der Coronavirus-Krise ist sie millionenfach heruntergeladen worden, sie wird für Kabinettsbesprechungen, private Videochats, Unterricht und Gottesdienste genutzt. Die tägliche Nutzerzahl stieg von 10 Millionen im Dezember auf zuletzt 200 Millionen.

Zugleich häuften sich Berichte über Sicherheitslücken und Schwachstellen in der App.

Google hat mit dem Dienst Meet Konkurrenz für Zoom im eigenen Haus. Dieser Service gewinne täglich mehr als zwei Millionen Nutzer hinzu, sagte ein Google-Manager der Technologie-Website "CNET".

aar/dpa/Reuters
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