Nach Protesten in Hamburg Demonstranten randalieren in Frankfurter Innenstadt

Kaputte Fensterscheiben, umgestürzte Mülleimer, Feuerwerkskörper: Etwa 150 Demonstranten sollen bei einer spontanen Aktion Schäden in der Frankfurter Innenstadt angerichtet haben. Laut Polizei wollten sie sich mit Hamburger Demonstranten solidarisieren.

Umgeworfene Mülltonnen: Demonstranten liefen kreuz und quer durch die Innenstadt
DPA

Umgeworfene Mülltonnen: Demonstranten liefen kreuz und quer durch die Innenstadt


Frankfurt am Main - Etwa 150 Demonstranten sollen am Montagabend spontan in der Frankfurter Innenstadt demonstriert und dabei randaliert haben. Das berichtete die Polizei Frankfurt. Während des Aufzugs, der gegen 19 Uhr gestartet sei, haben die Demonstranten nach Angaben der Beamten Fensterscheiben einer SPD-Geschäftsstelle eingeschlagen, Feuerwerkskörper gezündet und Mülltonnen umgestoßen. Die Polizei rechnete die Randalierer dem linken Spektrum zu.

Die Protestierer seien zunächst kreuz und quer durch die Stadt gelaufen, hätten sich dann zerstreut und schließlich zurückgezogen, so ein Polizeisprecher laut Medienberichten. Auch Scheiben der Arbeitsagentur sollen eingeworfen worden sein.

Die Polizei vermutet, dass die Demonstranten in Frankfurt sich mit Linken in Hamburg solidarisieren, die zuletzt im Schanzenviertel demonstriert hatten. Bei der Kundgebung zum Erhalt des linken Kulturzentrums Rote Flora war es dort im Dezember zu schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten gekommen.

Nach weiteren Angriffen gegen Polizisten hatte die Polizei am Wochenende Teile der Hansestadt zu einem Gefahrengebiet erklärt. Dort können Beamte ohne konkreten Verdacht Menschen durchsuchen, in Gewahrsam nehmen und Platzverweise erteilen.

sun/dpa



insgesamt 36 Beiträge
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spurnbahn 06.01.2014
1. optional
Zwei umgestoßene Mülltonnen! Nach dem Bild zu Urteilen "Commerzbank Tower" etwa 10 km von der angesprochenen Frankfurter INNENSTADT entfernt. Das nenne ich gut recherchiert.
octobazz 06.01.2014
2. #haltedurchHamburg
Zitat von sysopDPAKaputte Fensterscheiben, umgestürzte Mülleimer, Feuerwerkskörper: Etwa 150 Demonstranten sollen bei einer spontanen Aktion Schäden in der Frankfurter Innenstadt angerichtet haben. Laut Polizei wollten sie sich mit Hamburger Demonstranten solidarisieren. http://www.spiegel.de/panorama/150-demonstranten-randalieren-in-frankfurter-innenstadt-a-942121.html
Ich hoffe die Demos gewinnen an zuwachs. haltedurchHamburg/Frankfurt
mickeymania 06.01.2014
3. Und morgen?
Es gibt genau zwei Möglichkeiten, die sich vermutlich sogar gleichzeitig gegenseitig hochpushen: 1. die Radikalen drehen noch weiter auf, um den "Bullenstaat" zu bekämpfen, und 2. die Polizei wird noch mehr tun (müssen), um die Radikalen im Zaum zu halten. Ich denke, den Kern Hamburgs zum "Gefahrengebiet" zu erklären, und dann auch noch das letzte Occupy-Bollwerk zu räumen, waren zwei ganz schlechte Signale.
rolandjulius 06.01.2014
4. Gefahrengebiete und deren Folgen
Um diese Abstruse Idee auszureizen, sollte man doch gleich alle Innenstädte zu Gefahrengebiete erklären, damit unser fantastischer Polizeistaat endlich voll zur Wirkung kommt. Oder wie wäre es, um den Yankees nachzueifern, mit einer neuen Patriot Gesetzgebung? Wer btingt hier das Fass zum überlaufen?
Babsi03 06.01.2014
5. Gefahrenzone Hamburg?
Ähm zum Thema Hamburg Davidwache: http://m.taz.de/Polizei-korrigiert-sich/!130515;m/
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